US-Schluss: Weiter fester

US-Schluss: Weiter fester

New York – Ein guter Auftakt der US-Berichtssaison hat den Dow Jones Industrial und den S&P 500 am Dienstag auf den höchsten Stand seit fünf Monaten getrieben. Impulse gab zudem die Hoffnung auf wachstumsfördernde Massnahmen in China. Der US-Leitindex legte letztlich um 0,56 Prozent auf 12.462,47 Punkte zu, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 12.514 Punkte geklettert war. Der breiter gefasste S&P 500 gewann am Ende 0,89 Prozent auf 1.292,08 Punkte. Für den Nasdaq-Composite-Index ging es um 0,97 Prozent auf 2.702,50 Punkte nach oben und der Auswahlindex Nasdaq 100 zog nach leichterem Vortag um 0,71 Prozent auf 2.367,38 Punkte an.

Zur guten Stimmung auf dem Parklett trugen Spekulationen bei, dass es in China im ersten Halbjahr zu einer Reihe von geldpolitischen Lockerungsmassnahmen kommen könnte. Das Importwachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt war im Dezember auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gefallen. Zudem herrscht nach den Zahlen von Alcoa Optimismus, zumal moderate Erwartungen Marktteilnehmern zufolge viel Spielraum für Überraschungen lassen.

Die Kursgewinne der bereits am Vortag sehr gefragten Alcoa-Aktien schmolzen im Handelsverlauf bis auf 0,11 Prozent zusammen. Gleichwohl kamen insbesondere Aussagen von Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld am Markt positiv an, wonach die Aluminium-Nachfrage in diesem Jahr um 7 Prozent steigen werde. Die anziehende Nachfrage zusammen mit Produktionskürzungen wird laut Konzernangaben 2012 zu einer Angebotslücke von 600.000 Tonnen führen. Tags zuvor hatte der Konzern nachbörslich traditionell die Berichtssaison eingeläutet und bei etwas höheren Umsätzen die durchschnittlichen Ergebnisprognosen der Analysten erfüllt.

Dow-Favorit waren mit 5,74 Prozent Aufschlag die Papiere der Bank of America , die damit den Branchentrend aus dem europäischen Handel fortsetzten. Bereits mit deutlichem Abstand folgten Caterpillar , die 2,95 Prozent gewannen. Schwächster Wert waren General Electric mit minus 0,74 Prozent.

Der ums Überleben kämpfende Fotopionier Kodak greift zu einem radikalen Konzernumbau. Die gesamten Aktivitäten werden in zwei Bereiche aufgeteilt: Geschäftskunden und Verbraucher. Mit der neuen Struktur werde Kodak effizienter und günstiger arbeiten können und mehr aus seinem Technologie-Potenzial machen, versprach Konzernchef Antonio Perez am Dienstag. Die zuletzt schwer unter Druck geratene Aktie schoss daraufhin um knapp 50 Prozent nach oben.

Aktien von Tiffany verloren dagegen gut 10 Prozent an Wert. Der in New York ansässige Schmuck- und Juwelenhändler hatte seine Prognosen für den Jahresgewinn gekürzt, nachdem das Weihnachtsgeschäft beiderseits des Atlantiks nur schleppend verlaufen war.

Im Technologiesektor zeigten sich Juniper Networks nach wechselhaftem Verlauf 0,84 Prozent leichter. Der Netzwerkausrüster hatte den Markt auf eine schwächere Umsatz- und Gewinnentwicklung im vierten Quartal vorbereitet. Grund sei die flaue Nachfrage nach Routern, hiess es vom Unternehmen. (awp/mc/pg)

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