USA: Empire-State-Index gibt stark nach

Empire State Building

Empire State Building in New York.

New York – Die Stimmung des Verarbeitenden Gewerbes im US-Bundesstaat New York hat sich im April stark verschlechtert. Der Empire-State-Index sei von 20,2 Punkten im Vormonat auf 6,6 Punkte gesunken, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Montag in New York mit. Das ist der niedrigste Stand seit November 2011. Volkswirte hatten mit einem deutlich schwächeren Rückgang auf 18,0 Punkte gerechnet.

Der Empire-State-Index misst die Geschäftstätigkeit des produzierenden Gewerbes im Staat New York. Ein Indexstand unter Null deutet einen Rückgang der Aktivität an.

Einzelhandelsumsätze steigen deutlich stärker als erwartet
Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im März deutlich stärker gestiegen als erwartet. Im Vergleich zum Vormonat legten die Umsätze um 0,8 Prozent zu, wie das US-Handelsministerium am Montag in Washington mitteilte. Experten hatten mit einem Anstieg um lediglich 0,3 Prozent gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde von 1,1 Prozent auf 1,0 Prozent nach unten revidiert. Ohne die schwankungsanfälligen Autoverkäufe erhöhten sich die Umsätze im März um 0,8 Prozent. Erwartet wurde hier ein Anstieg um 0,6 Prozent. Im Vormonat waren die Umsätze in dieser Abgrenzung noch um 0,9 Prozent gestiegen.

Lagerbestände steigen wie erwartet
In den USA sind die Lagerbestände der Unternehmen im Februar wie erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich seien die Bestände um 0,6 Prozent geklettert, teilte das US-Handelsministerium weiter mit. Volkswirte hatten mit dieser Entwicklung gerechnet. Der Anstieg im Vormonat wurde mit 0,8 Prozent 0,1 Punkte höher ausgewiesen als bislang. Die Umsätze der Unternehmen stiegen im Februar unterdessen um 0,7 Prozent. Das Verhältnis von Beständen zu Erlösen – ein Indikator für die Nachfrage – lag unverändert bei 1,28.

Nettokapitalzuflüsse deutlich höher als erwartet
Die Nettokapitalzuflüsse in die USA sind im Februar deutlich stärker gestiegen als erwartet. Per Saldo flossen der weltgrössten Volkswirtschaft 107,7 Milliarden US-Dollar zu, wie das US-Finanzministerium am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten zuvor lediglich mit 30 Milliarden Dollar gerechnet. Im Vormonat hatten die Nettozuflüsse bei revidiert 3,1 (18,8) Milliarden Dollar gelegen. Die am Markt besonders beachteten langfristigen Kapitalzuflüsse stiegen im Februar hingegen weniger als erwartet. Sie fielen von revidiert 102,4 (101,0) Milliarden auf 10,1 Milliarden Dollar. Volkswirte hatte hier lediglich mit einem Zufluss von 42,5 Milliarden Dollar gerechnet. Die USA benötigen einen hohen Zufluss an Kapital, um ihr Defizit in der Leistungsbilanz zu finanzieren.

NAHB-Wohnungsmarktindex sinkt im April überraschend
In den USA hat sich die Stimmung unter Häuserbauern im April überraschend eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei von 28 Punkten im Vormonat auf 25 Punkte gefallen, teilte die National Association of Homebuilders (NAHB) am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten mit einem unveränderten Wert von 28 Punkten gerechnet. Der NAHB-Index ist ein Stimmungsbarometer der nationalen Organisation der Wohnungsbauunternehmen. In einer monatlichen Umfrage werden die aktuelle Lage und die Erwartungen der Branche abgefragt. Ein Wert unter 50 Punkten signalisiert, dass die Mehrheit der Häuserbauer die Bedingungen negativ beurteilt. (awp/mc/upd/ps)

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