VP Bank: Chinas Konjunkturdaten legen schwaches Wachstum im Q3 nahe

Thomas Gitzel

Dr. Thomas Gitzel, Senior Economist (Emerging Markets) der VP Bank.

Vaduz – Die Datenrunde der vergangenen Tage fiel gemischt aus. Zwar lag der Handelsbilanzüberschuss im September mit 27,6 Mrd. USD über dem Vormonatswert von 26,7 Mrd. USD, doch das Importwachstum blieb mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr verhalten. Die Binnenkonjunktur zeigt sich damit weiterhin schwach.

Positiv stimmt hingegen das Geldmengenwachstum. Alle wesentlichen Geldmengenaggregate legten deutlicher zu als erwartet. Die geldpolitischen Lockerungen der vergangenen Wochen zeigen also ihre Wirkung. Die heute veröffentlichte Inflationsrate für den September traf mit 1,9 Prozent die Erwartungen. Die im historischen Vergleich niedrigen Teuerungsraten lassen eine weitere geldpolitische Lockerung zu.

Q3-Daten enttäuschen mehrheitlich
Per saldo bleibt festzuhalten: Die Wirtschaftsdaten des 3. Quartals enttäuschten mehrheitlich. Das am kommenden Donnerstag zur Veröffentlichung anstehende Wachstum für das 3. Quartal dürfte somit klar unter dem Vorquartalswert von 7,6 Prozent liegen. Wir rechnen jedoch damit, dass das Schlussquartal positiv überrascht. Das stärker als erwartete Geldmengenwachstum im September bestärkt uns dabei. (VP Bank/mc/ps)

 

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