16 Kantone erwarten nächstes Jahr rote Zahlen

Dies ergaben Berechnungen der Nachrichtenagentur SDA. Verantwortlich dafür sind nicht nur Mindereinnahmen, etwa bei den Steuern, sondern nach wie vor auch hohe Investitionen mit dem Zweck, die Wirtschaft anzukurbeln.


Noch grössere Probleme 2011 und 2012
Doch auch Ende 2010 wird die Krise noch nicht ausgestanden sein. «Wir stehen erst am Anfang einer sehr schwierigen Phase», sagte Christian Wanner, Präsident der kantonalen Finanzdirektoren (FDK), bereits im Oktober zur SDA. Die Jahre 2011 und 2012 werden seiner Einschätzung nach noch viel grössere Probleme mit sich bringen. Deutlich spüren die Kantone Zürich und Genf die Krise. Ihre Steuerkassen hängen besonders stark am Tropfen der Banken und anderer Grossfirmen. Weil diese Steuergelder momentan nur beschränkt fliessen, rechnen der Kanton Zürich mit einem Defizit von 685 Mio und der Kanton Genf mit einem Fehlbetrag von 365 Mio CHF.


Beständigkeit in Kantonen mit hohem Anteil an Bundesbetrieben
Weniger anfällig sind Kantone wie Bern, Wallis oder Waadt, wo SBB, Post und Bundesverwaltung für mehr Beständigkeit sorgen. Viele Kantone haben die fetten Jahre genutzt und gehen nun mit einem dicken Eigenkapitalpolster in die Krisenjahre. Sie dürften nach Einschätzung von Experten für öffentliche Finanzen unbeschadet über die Runden kommen. Einige, etwa Basel-Landschaft, haben aber bereits ein erstes Mal in den Reservetopf gegriffen. Defizite budgetiert haben die Kantone Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Genf, Glarus, Graubünden, Jura, Neuenburg, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, St. Gallen, Tessin, Zug und Zürich. Mit einem Überschuss von gesamthaft 255 Mio CHF rechnen Bern, Freiburg, Luzern, Ob- und Nidwalden, Thurgau, Uri, Waadt und Wallis. Ausgeglichen ist der Voranschlag im Kanton Aargau.


(awp/mc/hfu/04)

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