Aareal Bank erhöht Halbjahresüberschuss – Einmaleffekt im Q1

In den Monaten Januar bis Juni sei der Überschuss getrieben durch den Interhotel-Verkauf von 51 auf 89 Millionen Euro gestiegen, teilte die im MDAX notierte Bank am Montag in Wiesbaden mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten nur mit einem Anstieg auf 83 Millionen Euro Gewinn gerechnet. Der Vorsteuergewinn lag mit 132 Millionen Euro 67 Prozent über Vorjahresniveau und ebenfalls über den Erwartungen der Analysten von 130 Millionen Euro.


Zinsüberschuss über Vorjahresniveau
Der Zinsüberschuss lag mit 202 Millionen Euro ein Prozent über Vorjahresniveau (Prognose: 201 Mio Euro). Der Provisionsüberschuss ging um vier Prozent auf 73 Millionen Euro zurück. Die Analysten hatten mit einem gegenüber dem Vorjahr unveränderten Wert gerechnet. Die Risikovorsorge lag wie im Vorjahr bei 44 Millionen Euro. Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 0,6 Prozent auf 180 Millionen Euro. Von ImmobilienScout24 flossen fünf Millionen Euro an Dividende in das Aareal-Ergebnis ein, zwei Millionen Euro mehr als im Vorjahr.


Gewinnsprung durch Sondereffekt
Getrieben wurde der Gewinnsprung im Halbjahr durch einen bereits im ersten Quartal gemeldeten Sondereffekt. Damals hatte eine Ausgleichszahlung der DEPFA BANK für Steuerrückvergütungen im Zusammenhang mit dem Verkauf der Interhotel-Gruppe im vergangenen Dezember an Blackstone den Vorsteuergewinn um 37 Millionen Euro erhöht. Nach Steuern hatte sich die Ausgleichszahlung mit 22 bis 23 Millionen Euro auf den Quartalsüberschuss ausgewirkt.


Sondererträge auch im Q2
Im zweiten Quartal kamen aus dem Interhotel-Engagement noch einmal zwei Millionen Euro an Sondererträgen hinzu. Den Rückgang des Provisionsüberschusses erklärte die Bank mit einem negativen Sondereffekt in Höhe von sieben Millionen Euro aus dem Verkauf von Vermögensgegenständen eines Fonds der Tochter Structured Finance. Um diesen Effekt bereinigt wäre der Provisionsüberschuss im Halbjahr um 5,8 Prozent gestiegen, hiess es.


Eigenkapitalrendite gesteigert
Die Eigenkapitalrendite nach Steuern lag im ersten Halbjahr bei 16,8 Prozent nach 10,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr werde weiter 13 Prozent angepeilt. Das Neugeschäft im Segment ?Strukturierte Immobilienfinanzierung? legte um 37 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro zu. Hierzu habe das Auslandsgeschäft rund 90 Prozent beigesteuert, hiess es. Im Gesamtjahr soll das Neugeschäft weiter bei rund 10 Milliarden Euro liegen.


Ausblick aufs zweite Halbjahr
«Auch im zweiten Halbjahr wollen wir unsere Wachstumsstrategie konsequent umsetzen», sagte Bankchef Wolf Schumacher. Zugleich bekräftigte er, dass seine Bank noch von der US-Hypothekenmarktkrise betroffen sei. «Die Bank hat keine direkten oder indirekten Engagements im Subprime-Markt.» (awp/mc/ab)

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