ABB: Projekt Desertec bekommt neue Partner

Bei dem Projekt geht es um riesige solarthermische Anlagen in Nordafrika und dem Nahen Osten, die aus der Wüstensonne Strom für die Menschen in der Region und für Europa produzieren sollen. Die Investitionen werden auf rund 400 Mrd EUR geschätzt. Der erste Strom könnte nach dem Bau eines geeigneten Leitungsnetzes nach derzeitigen Plänen in zehn Jahren nach Europa fliessen und soll bis 2050 mindestens 15% des europäischen Strombedarfs decken.


Zusammenschluss zu Industrie-Initiative
Mitte Juli hatten sich mehrere Grosskonzerne, darunter ABB, Siemens, E.ON und RWE, zu einer Industrie-Initiative zusammengeschlossen, um die Pläne voranzubringen. Als nächster Schritt soll nun bis Ende Oktober eine Planungsgesellschaft stehen. Die Zahl der Desertec-Mitglieder von derzeit 13 werde auf voraussichtlich 20 aufgestockt, berichtet die Zeitung weiter.


Enel und Edf neu mit an Bord?
Aufgenommen werden sollen Verhandlungskreisen zufolge unter anderem die italienische Enel, der spanische Netzbetreiber Red Electrica España, die französische Electricite de France (EdF) und Unternehmen aus Marokko, Tunesien und Ägypten. Für das Projekt ist es wichtig, die – oft staatlichen oder halbstaatlichen – Versorger aus den Ländern an Bord zu haben, in denen die Anlagen stehen sollen oder durch die die Leitung verlaufen sollen. Als nächster Schritt soll nun bis Ende Oktober eine Planungsgesellschaft stehen. (awp/mc/ps/14)

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