Actelion im ersten Quartal deutlich über Erwartungen

Für das Gesamtjahr wird die Guidance bestätigt und teilweise erhöht. Der Nettoumsatz stieg im ersten Quartal auf 405,6 (VJ 321,6) Mio CHF. Davon entfielen 352,2 (VJ 287,6) Mio CHF (+24% in Lokalwährungen – LW) auf das Hauptprodukt Tracleer, 27,0 (17,4) Mio CHF (+45% in USD) auf Ventavis, 10,3 (9,7) Mio CHF (+11% in LW) auf Zavesca sowie 16,2 (6,9) Mio CHF auf Dienstleistungen für Dritte, wie das Pharma-Unternehmen am Dienstag mitteilte.


EBIT verdoppelt
Der betriebliche Aufwand stieg unterproportional auf 284,0 (253,8) Mio CHF. Das Betriebsergebnis belief sich auf 121,6 (67,8) Mio CHF und der Cash-EBIT auf 146,5 (91,5) Mio CHF, wie es weiter heisst. Unter dem Strich resultierte ein Reingewinn von 102,1 (44,5) Mio CHF. Dabei wurde der Reingewinn des Q1 2008 infolge einer Neuklassifizierung der 2006er Wandelanleihe angepasst.


Leicht höhere F+E-Aufwendungen
Die Aufwendungen für die Forschung und Entwicklung (F&E) stiegen um 2% auf 95,8 (93,9) Mio CHF. In der Vorjahreszahl ist dabei eine Meilensteinzahlung von Nippon Shinyaku enthalten. Bereinigt um diese Zahlung betrug der Anstieg 12%. Verkaufs- sowie allgemeine und Verwaltungskosten erhöhten sich auf 138,8 (121,0) Mio CHF. Der Netto-Cash-Flow wird für die Berichtsperiode mit 27,8 (22,1) Mio CHF ausgewiesen. Per Ende der Berichtsperiode erreichten die liquiden Mittel 1,1 Mrd CHF.


Ergebnis über Analystenerwartungen
Damit hat Actelion die Markterwartungen deutlich übertroffen. Analysten haben im Vorfeld gemäss AWP-Konsens mit einem Umsatz von 391,1 Mio CHF, davon 338,3 Mio CHF für Tracleer, gerechnet. Der Cash-EBIT wurde auf 125,0 Mio CHF und der EBIT auf 101,9 Mio CHF geschätzt. Für den Reingewinn lautete die Konsensusschätzung auf 90,3 Mio CHF. CEO Jean-Paul Clozel gibt sich mit dem Geschäftsverlauf in der Berichtsperiode denn auch zufrieden: «Ich freue mich, über eine starke Leistung von Actelion im ersten Quartal berichten zu können», wird er in der Mitteilung zitiert.


Negative Wechselkurseffekte belasten nur gering
Das «sehr starke Ergebnis» im ersten Quartal sei nur in «sehr geringen Ausmass durch negative Wechselkurseffekte geprägt gewesen», sagte CFO Andrew J. Oakley in einem Interview mit AWP. So stieg beispielsweise der Cash-EBIT in CHF um 60%; in Lokalwährungen betrug der Anstieg 63%. «2009 wird ein weiteres Wachstumsjahr», fasst Oakley zusammen.


Ausblick bekräftigt
Entsprechend erwartet Actelion für 2009 unverändert einen Anstieg des Nettoumsatzes (in LW) zwischen 12 und 15%, sofern keine unvorhersehbaren Ereignisse eintreten. Dagegen hat das Pharmaunternehmen den Cash-Ebit leicht erhöht. Neu wird für diesen ein Anstieg in lokalen Währungen um 10 bis 12% prognostiziert, zuvor wurde eine Steigerung um 9 bis 11% in Aussicht gestellt.


Preiserhöhungen
Actelion erziele auch weiterhin starke Umsatzzuwächse, begleitet von einem massvollem Anstieg der Kostenbasis, so der Kommentar des CFO weiter. In den USA hätten für Tracleer Preiserhöhungen um 8% durchgesetzt werden können. Allerdings sei in Europa unverändert ein Preisdruck spürbar. Unter den weiteren Produkten habe – auch in den USA – der Preis für Ventavis um 14% heraufgesetzt werden können, so der CEO gegenüber AWP weiter.


F+E-Projekte «auf Kurs»
Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte sind laut Oakley «auf Kurs». Dabei würde sich auch die F&E-Kooperation mit GlaxoSmithKline bei Almorexant «erfreulich» entwickeln. Derzeit umfasst die F&E-Pipeline neun Produkte in klinischen Phasen sowie mehr als 25 aktive Projekte in der Entdeckungsphase. Für drei der vier Phase-III-Projekte – Almorexant bei Schlafstörungen, Tracleer für idopathische pulmonale Fibrosis und Clazosentan bei aneurysmatischen Subarachnoidalblutungen werden unverändert auf Ende 2009 hin Ergebnisse erwartet. Für Macitentan gegen PAH soll dies Ende 2012 der Fall sein. Im Weiteren sei das Unternehmen unverändert dabei, Partnerschaften und Einlizenzierungen zu evaluieren, so Oakley. (awp/mc/ps/09)

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