Akienfokus: Swiss Re mit massivem Plus nach Einstieg von Warren Buffet

Dies wird Marktteilnehmern zufolge als Vertrauensbeweis für Swiss Re gewertet und hat weitere Investoren angezogen. Die Swiss-Re-Aktie hat knapp 9% höher eröffnet und steht um 09.10 Uhr 8,40 CHF bzw. 11,4% höher auf dem Stand von 82,00 CHF, bereits gestern hatte der Kurs zum Schluss 7,1% zugelegt. Der Gesamtmarkt (SMI) steht derweil knapp 1,6% höher.


Investor Buffet ist auf Value-Aktien ausgerichtet
Der Deal mit Warren Buffet könne für Swiss Re durchwegs positiv bewertet werden, meinte ein Analyst einer grösseren Schweizer Bank. Insbesondere dass man auch operativ zusammenarbeite und der Kapitalbedarf von Swiss Re dadurch sinke, sei zu erwähnen. Es sei ja auch bekannt, dass der in der Finanzwelt bekannte und erfolgreiche Investor Buffet auf Value-Aktien ausgerichtet sei, und Swiss Re sei nun mal sehr tief bewertet. «Der Einstieg von Buffet wird zudem sicherlich auch andere Investoren zu Käufen animieren», glaubt der Analyst.


20 Prozent am gesamten P&C-Geschäft von Swiss Re
Buffet halte nach dem Deal über die nächsten fünf Jahre einen Anteil von 20% am gesamten P&C-Geschäft von Swiss Re; dafür sei ein gern gesehener Grossaktionär vorhanden, heisst es in einem Kommentar der Bank Wegelin. Der (zusätzliche) Rückkauf eigener Aktien im Umfang von 1,75 Mrd CHF sei ebenfalls hervorzuheben. «Gepaart mit dem mittlerweile tiefem Kursniveau der RUKN-Aktie Argumente genug, um eine deutliche Gegenbewegung zu erwarten!!!», gibt sich die Bank euphorisch.


Notwendiger und defensiver Schritt
Nicht ganz so euphorisch äussert sich der zuständige Analyst der Bank Vontobel. «Swiss Re als BHs Juniorpartner? Ein leider notwendiger und defensiver Schritt», schreibt er. Mit dieser Transaktion gewinne Swiss Re finanzielle Flexibilität zurück, die sie auf der Investment-Seite eingebüsst habe. Es sei jedoch davon auszugehen, dass dieses Geschäft für BH definitiv rentabler ist. «Die Händler mögen vielleicht die Aktienrückkäufe, doch die Anleger werden den Verlust des Aufwärtspotenzials im Kerngeschäft bereuen», so sein Kommentar. (awp/mc/ab)

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