Aktienfokus: Swiss Re nach Aussagen zur Prämienerneuerungen gesucht

Die Bedingungen auf dem Rückversicherungsmarkt haben sich nach Einschätzung von Swiss Re dieses Jahr verbessert. Das Unternehmen habe seit Anfang 2009 die Kapazitäten erheblich ausgebaut. In der gesamten Rückversicherungstarifierung sei ein breiter Aufwärtstrend zu beobachten, teilte die Swiss Re mit. Ein positiver Preistrend sei hierbei weiterhin insbesondere in der nicht-proportionalen Sachversicherung, in der von Naturkatastrophen bedrohten Sachversicherung und in der Seefahrts- und Ingenieurwesen- Versicherung feststellbar. In der Haftpflichtversicherung und der Motorfahrzeugversicherung sei der Verbesserungstrend dagegen noch nicht zufriedenstellend.


Münchener Rück: Kurzfristig steigender Druck auf Prämienentwicklung
Der Branchenprimus Münchener Rück hingegen rechnet kurzfristig mit einem steigenden Druck auf die Prämienentwicklung im Rückversicherungsgeschäft. Zugleich gebe es jedoch Anzeichen für eine Verhärtung des Marktes. Insgesamt rechne er für die anstehende Erneuerungsrunde im Januar mit einer überwiegend stabilen Preisentwicklung, resümierte der Konkurrent aus München.


Nicht eingetretene negative Befürchtungen als Kurstreiber
Die ersten Indikationen von Swiss Re über den aktuellen Entwicklungsstands des Versicherungsmarktes entsprechen weitgehend den Erwartungen, schreiben die Analysten der ZKB in einer ersten Reaktion. Im Verlauf der letzten Woche seien allerdings gewisse negative Befürchtungen aufgekommen über den Prämienverlauf am Markt sind. Dass diese Befürchtungen nicht eingetreten sind, sei wohl der hauptsächliche Kurstreiber heute, sagten Beobachter.


In Monte Carlo sprechen Erst- und Rückversicherer jedes Jahr über die Bedingungen, die bei der grossen Erneuerung der Rückversicherungsverträge ab dem nächsten Jahreswechsel gelten sollen. Die Erstversicherer wollen einen Teil ihrer Versicherungsrisiken an Rückversicherer abgeben, zu möglichst niedrigen Preisen. Die Rückversicherer wollen zwar Geschäft machen, aber dabei auch möglichst gut verdienen. (awp/mc/pg/14)

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