Aktienfokus: Swiss Re setzen die Abgaben vom Vortag fort

Die Valoren notieren am Dienstag gegen 11.45 Uhr 1,9% im Minus auf 85,85 CHF. Dabei sind bereits 4’071’963 Aktien gehandelt bei einem durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen von 2’729’016 Titeln. Der SMI gewinnt derweil rund 0,27% auf 8’293,12 Punkte. Für die Analysten der Bank Vontobel sind im Zusammenhang mit dem CDS-Engagement in Höhe von 5,3 Mrd CHF auch Fragen bezüglich Corporate Governance & Controlling angebracht. Die vorrangigen CDS über 54 Mrd CHF würden ihnen aber weniger Sorgen bereiten, so die Analysten. Sie könnten die regulatorischen Beweggründe nachvollziehen und würden keine bedeutenden Verluste erwarten, es sei denn, die Finanzmärkte würden sich dramatisch verschlechtern. Als problematisch beurteilen sie das FS-Handelsportfolio von 42 Mrd CHF. Weitere Abschreibungen von bis zu 10% der 20 Mrd CHF in strukturierten Produkten könnten nicht ausgeschlossen werden, schreiben die Analysten.


Überzeugt Risiko-Management habe nicht versagt
Auch die Citigroup teilt die Bedenken bezüglich dem Risiko Management. Swiss Re sei überzeugt, das Risiko-Management habe nicht versagt. Das Faktum, dass es so lange gedauert habe um die Probleme zu erkennen gepaart mit den unvollständigen Angaben zum ersten Halbjahr, würden allerdings nahe legen, dass das Risiko-Management schon länger unter dem erwarteten Standard liege.


Vertrauen deutlich erschüttert
Helvea sieht das Vertrauen durch die Neuigkeiten deutlich erschüttert. Es würden zudem noch weitere beträchtliche Unsicherheiten bestehen, welche alle nach unten zeigten, schreibt ein Analyst. Der Buchwert von 92 CHF pro Aktie könnte Unterstützung bieten. Einen Rebound der Aktien erwartet er allerdings in nächster Zeit nicht. Signifikantes Abwärtspotenzial sieht er aber nur bei einer deutlichen Verschlechterung des globalen Kreditumfeldes.


Fehlenden Transparenz
Ein Analyst der WestLB bemängelt zudem die fehlenden Transparenz im Bereich Financial Services, welches auch das Credit Solution Geschäft der Swiss Re beinhaltet. Es sei wie eine schwarze Kiste für Analysten und Investoren, so der Marktbeobachter. Bis jetzt sei der Gewinn aus dem Credit Solution Geschäft nicht offen gelegt worden, was es schwierig mache, den künftigen Einfluss auf den Gewinn zu ermitteln. Alles in allem sei es aber sicher positiv, dass Swiss Re sich in Geschäftsfeldern wie der Verbriefung von Wertpapieren, versicherungsbezogenen Sicherheiten und anderen dem Kapitalmarkt nahe stehenden Aktivitäten widme, so der Analyst weiter. (awp/mc/gh)

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