Allianz-Chef bestätigt Gespräche über Neuordnung der deutschen Bankenbranche

«Derzeit finden Gespräche statt, die aber noch nicht das Stadium erreicht haben, dass ich heute darüber berichten kann», sagte Diekmann am Mittwoch bei der Hauptversammlung in München. Grund für die Verschwiegenheit sei, dass er die Verhandlungsposition des Konzerns nicht schwächen wolle. Ein nennenswerter Konsolidierungsprozess im deutschen Banksektor erscheine erstmals real, sagte Diekmann. Für die privaten Banken komme es dabei darauf an, wettbewerbsfähige Marktanteile zu bilden. Hinsichtlich der Dresdner Bank war immer wieder über ein Zusammengehen mit der Deutschen Postbank spekuliert worden.


Zwei eigenständige Institute aus Dresdner Bank
Die Aufspaltung der Dresdner Bank in zwei eigenständige Institute will die Allianz bis Ende des Jahres umsetzen. Dabei soll das Privat- und Firmenkundengeschäft als Tochtergesellschaft im Teilkonzern Dresdner Bank aufgestellt werden. Die Gründung der neuen Gesellschaft hatte Vorstandsmitglied Helmut Perlet kürzlich für Ende August in Aussicht gestellt.


Vorsichtig optimistischer Ausblick
Für das laufende Jahr zeigte sich der Allianz-Vorstand zumindest für den Gesamtkonzern erneut vorsichtig optimistisch. Im Bankgeschäft seien die geplanten Ergebnisbeiträge bei andauernder Kapitalmarktkrise zwar nicht zu erreichen. «Die Ergebnisbeiträge aus dem operativen Geschäft im Verischerungsbereich machen uns dennoch zuversichtlich, dass wir auch 2008 ein sehr gutes operatives Ergebnis erzielen können», sagte Diekmann. Die Allianz hatte sich vorgenommen, ihren operativen Gewinn auf Basis des Jahres 2006 um jährlich zehn Prozent bis zum Jahr 2009 zu steigern. Der Jahresüberschuss werde dagegen auch von der Börsenentwicklung abhängen, sagte Diekmann nun. Hier erwarte die Allianz für das zweite Halbjahr einen positiven Trend. (awp/mc/ps)

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