Arbeitslosenquote steigt im November auf 4,2 Prozent

Die saisonbereinigte Arbeitslosigkeit sei weniger stark gestiegen als noch im ersten Halbjahr 2009. Entwarnung könne man aber noch nicht geben. Insgesamt 163’950 Arbeitslose registrierten die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) Ende November. Das sind 5812 mehr als im Vormonat. Bereits im Oktober war die Arbeitslosenquote von 3,9 auf 4,0% gestiegen. Mit 4,2% erreichte die Quote nun den höchsten Stand seit fast sechs Jahren.


Gastgewerbe und Baubranche besonders betroffen
Besonders betroffen waren das Gastgewerbe und die Baubranche, was für den November typisch ist, wie Gaillard ausführte. Drei Viertel der im vergangenen Monat verlorenen Stellen sind auf solche saisonalen Effekte zurückzuführen. Das bekamen vor allem die Kantone Wallis und Tessin zu spüren. Die höchsten Arbeitslosenraten wiesen im November die Westschweizer Kantone Genf (7,2%) und Neuenburg (6,8%) auf. Die tiefsten Quoten gab es in den Kantonen Appenzell Innerrhoden (1,5%) und Uri (1,7%).


Leicht mehr arbeitslose Jugendliche
Bei den Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren erhöhte sich die Arbeitslosigkeit in der Schweiz um 0,5% auf 29’336 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug der Anstieg knapp 64%. Bei den Jugendlichen gebe es seit dem Sommer jedoch viel Bewegung auf dem Arbeitsmarkt, sagte Gaillard. Gut jeder Fünfte in der Gruppe der 20- bis 24-Jährigen verlasse jeweils Ende Monat wieder die Arbeitslosigkeit.


226’116 Stellensuchende
Insgesamt wurden im November 226’116 Stellensuchende registriert, 8144 mehr als im Vormonat. Die Zahl der bei den RAV gemeldeten offenen Stellen sank dagegen um 211 auf 12’936. Von Kurzarbeit waren im Monat September 53’795 Personen betroffen. Das sind 6859 Personen mehr als im Vormonat. Die Zahl der betroffenen Betriebe stieg um 14,2% auf 3561. Gemäss vorläufiger Angaben der Arbeitslosenversicherungskassen wurden im Verlauf des Monats September zudem 2216 Personen ausgesteuert. In den nächsten Monaten und im kommenden Jahr dürfte die Arbeitslosigkeit weiter zunehmen, sagte Gaillard. «Aber glücklicherweise sieht es nicht so aus, als würden wir die Schwelle von 200’000 Arbeitslosen übertreffen.»


5,2 Prozent Arbeitslose 2010?
Der wirtschaftliche Rückschlag sei im ersten Halbjahr so stark gewesen, dass dieser sich nun weiter auf den Arbeitsmarkt auswirken werde. Eine konkrete Prognose für das nächste Jahr publiziert das Seco aber erst am Dienstag. Zuletzt ging es von einer Arbeitslosenquote von 5,2% im 2010 aus. Bereits revidiert hat das Seco die Prognose für die durchschnittliche Arbeitslosenquote im laufenden Jahr. Diese dürfte statt 3,8 nun 3,7% betragen. (awp/mc/ps/10)

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