Arcandor droht Überschuldung

«Von dem kreditgebenden Konsortium wurde uns für Arcandor eine Ein-Jahres-Ausfallwahrscheinlichkeit von 20 Prozent mitgeteilt», zitiert das Blatt aus dem Papier. Entsprechend hoch wäre im Falle einer Staatsbürgschaft die Gefahr, dass der Steuerzahler bereits in den ersten zwölf Monaten zur Kasse gebeten würde.


Nebst Zahlungsunfähigkeit droht auch die Überschuldung
Anders als am Mittwoch von Arcandor-Finanzvorstand Rüdiger Günther dargestellt, besitze Arcandor offenbar keineswegs mehr ein Eigenkapital von rund 1,2 Milliarden Euro. Denn seit dem letzten Konzernabschluss im September 2008 habe sich der Bestand laut PwC-Gutachten auf 177 Millionen Euro reduziert. Dem Konzern droht dem Bericht zufolge damit neben der Zahlungsunfähigkeit auch die Überschuldung, sollte der Konsortialkredit bis zum 12. Juni nicht wunschgemäss verlängert werden. Laut PwC-Papier rutschte der Betriebsgewinn (Ebit) von Oktober bis März auf ein Minus von 360 Millionen Euro. Unter dem Strich lag der Verlust bei 603 Millionen Euro nach einem Minus von 256 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Ein Arcandor-Sprecher wollte die Zahlen nicht kommentieren. Sie sollen erst am 18. Juni veröffentlicht werden.


(awp/mc/hfu/07)

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