Aryzta büsst deutlich Umsatz ein

Damit hat Aryzta die Umsatz-Schätzungen der Analysten (AWP-Konsens) deutlich verfehlt. Dieser lag bei 766,5 Mio EUR bei einer Bandbreite von 745 – 804 Mio EUR. Im Haupt-Bereich Food ging der Gruppen-Umsatz um 7,6% auf 407,4 Mio EUR zurück, organisch waren es -8,4%. Dieser Rückgang entspreche den Trends des Geschäftsjahres 2009, heisst es.


«Extrem schwierige» Geschäftsbedingungen in UK und Irland 
Der Umsatz von Food Europa sank in der Periode um 10,3% auf 267,9 Mio EUR (organisch -11,4%). Die Hauptursache für diesen Rückgang seien «extrem schwierige» Geschäftsbedingungen in Grossbritannien und Irland gewesen mit einem Minus dort von rund 25%, heisst es. Deutlich gesunkene Verbraucherausgaben und Kunden, die aufgrund von Bonitätsproblemen nicht weiter beliefert worden seien, seien hier der Grund für den starken Rückgang gewesen. In den anderen Ländern von Food Europa (Schweiz, Deutschland, Frankreich und Polen) habe der Geschäftsbereich dagegen «ausgezeichnete defensive Merkmale» aufgewiesen. Trotz der weiterhin schwachen Verbraucherausgaben in Kontinentaleuropa mit negativen Auswirkungen auf den Umsatz habe man die Ausweitung der Vertriebskanäle weiter vorantreiben können.


Kunden verschieben Investitionsentscheidungen
Der Umsatz von Food Nordamerika sank in der Periode organisch um 2,1%. In der entsprechenden Vorjahresperiode war der Umsatz um 19,5% gestiegen, was einen sehr hohen Vergleichswert darstelle. Die Sparsamkeit der Konsumenten in den USA bleibe aber unverändert, und die Kunden würden daher ihre Investitionsentscheidungen, die für eine Stimulierung des Umsatzwachstums erforderlich seien, verschieben. Der Betriebsgewinn (EBITA) im Bereich Food lag in der Berichtsperiode bei 51,1 (VJ 50,0) Mio EUR. Der andauernde Fokus auf eine Optimierung der betrieblichen Leistungen und die Umsetzung der Fusions-Vorteile hätten die positive Entwicklung bei der Marge unterstützt.


Aryzta-Tochter Origin erleidet Umsatzeinbruch
Der Umsatz der im Dünger- und Futtermittelgeschäft tätigen Tochtergesellschaft Origin verminderte sich um 24,2% auf 321,7 Mio EUR (organisch -17,6%). Origin und die anderen assoziierten Unternehmen weisen einen EBIT von 12,7 Mio EUR aus, 40,1% weniger als im Vorjahresquartal. «Die Ergebnisse des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2010 entsprachen den Erwartungen sowie den Prognosen aufgrund der im September vorgelegten Ergebnisse des Geschäftsjahres 2009», wird CEO Owen Killian in der Mitteilung zitiert.


Aryzta sieht sich für Aufschwung «hervorragend positioniert»
Aryzta werde sich auch in Zukunft auf die Generierung von Cash und die Optimierung der betrieblichen Leistung konzentrieren, so der Konzernchef weiter. Das Unternehmen sei damit «hervorragend positioniert, um von einer möglichen Erholung der wirtschaftlichen Bedingungen zu profitieren und die Chancen möglicher Akquisitionen zu nutzen». Die Prognosen, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Jahresergebnisse von 2009 für den Gewinn pro Aktie (EPS) gemacht worden seien, werden auch «weiterhin als realistisch» betrachtet. Die Bilanz wird mit einem «weiterhin ausgezeichneten» freien Cashflow als «sehr gut» bezeichnet. Während des ersten Quartals wurde eine festverzinsliche Anleihe in Höhe von 200 Mio CHF (bis 2015) aufgelegt. Ausserdem sei der Konzern gegenwärtig dabei, eine private Platzierung in Höhe von 200 Mio USD in den USA abzuschliessen, heisst es. (awp/mc/ps/05)

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