ASML sieht Hoffnungsschimmer nach dramatischem Einbruch

Für das laufende zweite Quartal erwartet Meurice nun einen Umsatz zwischen 210 und 230 Millionen Euro. Von Januar bis März waren die Erlöse auf 184 Millionen Euro eingebrochen. Drei Monate zuvor hatte ASML noch fast drei Mal soviel umgesetzt und ein Jahr zuvor fünf Mal soviel. Auch die angelaufenen Einsparungen konnten ein weiteres Abgleiten in die roten Zahlen nicht verhindern. Der Verlust weitete sich im Vergleich zum Vorquartal von 88 Millionen auf 117 Millionen Euro aus. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 145 Millionen Euro verdient.


Halbleiternachfrage kollabiert
«Die Nachfrage nach Halbleiter-Ausrüstungen ist wie erwartet im ersten Quartal 2009 kollabiert», sagte Unternehmenschef Meurice. Die Chip-Industrie gehört zu den Branchen, die am stärksten von der Wirtschaftsflaute getroffen ist, unter anderem weil sie den schwächelnden Autoherstellern zuliefert. Der weltgrösste Halbleiter-Hersteller Intel hatte erst am Vorabend einen Umsatzeinbruch um ein Viertel vermelden müssen.


Hoffen auf kundenseitige Investitionen
ASML liefert die Maschinen, auf denen die Chips gefertigt werden. Der Konzern macht sich nun Hoffnung, dass der Trend zu immer kleineren Chipstrukturen die Hersteller zwingt, in neue Anlagen zu investieren. Angesichts des Überangebots insbesondere bei Speicherchips und der Wirtschaftsflaute hatten vielen Unternehmen ihre Investitionen zwischenzeitlich heruntergefahren. Prominentestes Opfer der Halbleiter-Krise ist die insolvente Infineon-Tochter Qimonda. (awp/mc/ps/12)

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