Aussenhandel wächst weiter – Uhrenexporte im Hoch

Die Expansion kam allerdings nicht zuletzt auch dank eines zusätzlichen Arbeitstages im Berichtsmonat zu Stande. Im November 2010 stiegen die Exporte nominal um 8,2% auf 17,5 Mrd CHF (real: +7,4%). Arbeitstagbereinigt – der diesjährige November zählte einen Arbeitstag mehr – resultierte ein Plus von 4,2% bzw. resp. 3,5%. Damit halte in der saisonbereinigten Betrachtung die seit Jahresmitte registrierte Wachstumsverflachung an. Die Preise der Exportgüter hätten sich leicht verteuert. Unter Ausschluss der Preisentwicklung in der Pharmasparte ergab sich ein Abschlag von 1,5% (real: + 9,8%).


Importe legen um 10 Prozent zu
Die Importe stiegen nominal um 10,1% auf 15,6 Mrd CHF (real: +11,3%). Arbeitstagbereinigt resultierte ein Anstieg von 6,0% bzw. 7,1%. Damit seien die Importe auf ihrem bisherigen Wachstumspfad geblieben. Die Preise der Importgüter seien im November um 1,1% gesunken; ohne die Pharmasparte betrug der Preisrückgang 1,9% (real: +12,2%).


Handelsbilanzüberschuss bei 1’928 Mio Franken
Die Handelsbilanz wies im November 2010 einen Überschuss von 1,928 Mrd CHF; verglichen zum Vorjahr reduzierte sich dieser damit um 5%. Im Zeitraum Januar bis November 2010 wuchsen die Exporte nominal um 7,1% auf 177,9 Mrd CHF (real: +7,0%) und die Importe um 8,2% auf 159,1,4 Mrd CHF (real: +8,0%). In der Handelsbilanz kumulierte sich in den elf Monaten ein Überschuss von 18,8 Mrd CHF (-1,2%).


Knapp 30% mehr Uhren exportiert 
Die Schweizer Uhrenexporte sind im November 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat trotz eines geringeren Basiseffekts deutlich gestiegen. Die Ausfuhren kletterten um 29,7% auf 1’777,2 Mio CHF. Real betrug die Zunahme 22,8%, wie der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS) am Dienstag mitteilte. In den ersten elf Monaten des laufenden Jahres sind die Uhrenexporte nominal um 21,8% auf 14’61 Mio CHF gestiegen (real: +23,4%).


Gefragte Armbanduhren
Die Exporte von Armbanduhren im November legten in allen Material-Kategorien zu. Bimetallische Produkte verzeichneten dabei einen kräftigen Zuwachs. Die Stückzahl der ausgelieferten Uhren liegt bei 2,9 Mio, womit mehr als 500’000 Uhren mehr als zuvor exportiert wurden. Bei den Armbanduhren legten die Exporte mit Stahluhren um 25,8% auf 678,8 Mio CHF zu. Die Exporte von Golduhren wuchsen um 36,1% auf 555,7 Mio CHF und jene mit Platin um 5,8% auf 45,8 Mio CHF. Die Ausfuhr von Uhren aus Gold und Stahl kombiniert stieg um 46,3% auf 265,2 Mio CHF. Der Export von versilberten und vergoldeten Uhren kletterte um 96% auf 5,2 Mio CHF.


Herausragende Stellung Hongkongs
Das Wachstum war insbesondere bei Uhren in der Preiskategorie von mehr als 3’000 CHF mit einem Plus von bis zu 40% kräftig. Die Wachstumsraten der Preiskategorie 200 bis 500 CHF lag mit 30% ebenso über dem Durchschnitt. Hinsichtlich der wichtigsten Absatzmärkten der Schweizer Industrie nimmt Hongkong eine herausragende Stellung ein. Nach Hongkong gehen allein 20% der Exporte. Aber auch die USA zeigten einen positiven Trend. Frankreich war erneut einer der dynamischsten Märkte in Europa, was die FHS auf den Tourismus zurückführt. (awp/mc/ps/05)

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