Autoverkäufe in der Schweiz im März leicht gestiegen

Im Januar hatten die Verkäufe um 17,5% und im Februar um 18,6% abgenommen.


Katastrophaler Monat für Saab und Chrysler
Im März gingen die Verkäufe der konkursbedrohten schwedischen GM-Tochter Saab am stärksten zurück, und zwar um 55,1% auf noch 75 Wagen. Auch der angeschlagene US-Autokonzern Chrysler musste einen Einbruch um 54,1% hinnehmen.


Toyota und Audi legen deutlich zu
Die deutsche GM-Tochter Opel hingegen konnte leicht um 1% auf 1’509 Fahrzeuge zulegen. Am meisten Autos verkaufte in der Schweiz weiterhin Volkswagen, im März waren es 2’349 (+1,8%). Toyota brachte es um Wachstum von 12,5% auf 1503 Wagen, Audi legte sogar um 17,6% auf 1’538 Fahrzeuge zu.


Deutschland, Frankreich und Italien profitieren von Abwrackprämie
Während Schweizer Autoverkäufer vermehrt zu Rabattaktionen griffen, profitierten ihre Kollegen in einigen europäischen Ländern von der Abwrackprämie. Laut den Verbänden VDA und ACEA sanken die Verkäufe europaweit im März zwar um 9% und im ersten Quartal sogar um 17%. Allerdings stemmten sich Länder wie Deutschland und Frankreich erfolgreich gegen diesen Trend, denn dort seien im vergangenen Monat mehr Autos als vor Jahresfrist verkauft worden. In Italien sei der Absatz konstant geblieben. «In allen genannten Ländern haben die Regierungen Verschrottungsprämien aufgelegt», erklärte der VDA.


Neuzulassungen in Deutschland um 40 Prozent gestiegen
Einsamer Spitzenreiter war im März der deutsche Markt, wo die Neuzulassungen um knapp 40% stiegen. Auf Quartalssicht war Deutschland mit einem Plus von 18% sogar das einzige Land, das zulegen konnte.


Düstere Lage in vielen anderen europäischen Ländern
Dagegen brach der Absatz auf einigen Märkten ohne Verschrottungsprämie weiter ein: In Grossbritannien wurde im traditionell eher starken Monat März laut ACEA ein Minus von fast 31% verzeichnet. Diese widerspiegle den allgemeinen Vertrauensverlust der Menschen in die dortige Wirtschaft. In Spanien habe der Absatzrückgang im vergangenen Monat sogar bei 39% gelegen. Noch düsterer war die Lage nur in Portugal, Griechenland und Irland, wo die Absatzzahlen um bis zu 64% einbrachen.


Preisgünstige Kleinwagen im Trend
Generell sind es nach wie vor eher preisgünstige Kleinwagen, die Käufer anlocken. Laut ACEA stiegen im März etwa die Verkaufszahlen von Skoda, Fiat und Dacia besonders deutlich. Dagegen gab es weiter Rückgänge bei den Premiumherstellern BMW und Daimler. (awp/mc/pg/26)

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