AWD mit unerwartet starken Quartalszuwächsen – Bestätigtes EBIT-Margenziel

Dies teilte die im MDAX notierte AWD Holding AG am Dienstag in Hannover mit. Von dpa-AFX befragte Analysten hatten im Schnitt lediglich 12,5 Millionen Euro prognostiziert. Das Quartalsergebnis je Aktie kletterte von 7 auf 35 Cent.


EBIT schnellte hoch
Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) schnellte im fortgeführten Geschäft von 4,1 auf 18,6 Millionen Euro hoch und übertraf ebenfalls die Expertenschätzung (17,8 Mio Euro). Die EBIT-Marge verbesserte sich damit im Berichtsquartal von 2,9 auf 10,8 Prozent. Die Kosten für die Schliessung des defizitären Italien-Geschäfts und der damit verbundenen Auflösung latenter Steuern bezifferte AWD auf 9,9 Millionen Euro. «Durch die Trennung von AWD Italien entfallen zukünftig die Verluste der letzten Jahre von durchschnittlich 8,5 Millionen Euro», schrieb der Finanzdienstleister. «Damit wird die Profitabilität der AWD-Gruppe nachhaltig in Richtung der für 2008 geplanten EBIT-Marge von 13,5 Prozent gestärkt.»


Erträge wuchsen um 20,6 Prozent
Die Erträge wuchsen um 20,6 Prozent auf 172,1 Millionen Euro. Analysten hatten lediglich mit 169,25 Millionen Euro gerechnet. Vor allem der grösste Umsatzbringer fondsgebundene Produkte, aber auch Investmentfonds beflügelten die Erlöse. Dagegen schrumpfte der Umsatzanteil von Lebensabsicherungsprodukten, Hypotheken und Finanzierung sowie Immoblien und steueroptimierten Produkten. Laut AWD ist die Berichtsperiode das bisher umsatzstärkste dritte Quartal in der Firmengeschichte.



Im 3.Quartal mehr Berater – Weniger neue Kunden
Der Finanzdienstleister AWD hat im dritten Quartal mehr Berater beschäftigt, aber weniger neue Kunden als ein Jahr zuvor angelockt. Die Zahl der Finanzberater in den fortgeführten Geschäftsbereichen (ohne AWD Italien) stieg im Jahresvergleich um 210 oder 3,7 Prozent auf 5.946.


Zahl der Neukunden gesunken
Die Zahl der Neukunden sank derweil um drei Prozent: Im dritten Quartal lockte AWD 48.900 (Vorjahr: 50.400) neue Kunden an. In den ersten neun Monaten 2006 beriet die AWD-Gruppe 342.000 Kunden – 11,3 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Kundenbasis der AWD-Gruppe umfasste zum 30. September 2006 rund 1,74 Millionen Privatkunden, dies seien 200.000 mehr gewesen als ein Jahr zuvor.


Quartalszuwächse auch im Ausland
Der Finanzdienstleister AWD ist sowohl im Inland als auch im Ausland gewachsen. Alle Töchter im fortgeführten Geschäft erzielten Gewinne. AWD hatte die Schliessung seines verlustreichen Italien-Geschäfts angekündigt, das im dritten Quartal 2006 nicht mehr gesondert ausgewiesen wurde.

Deutschland und Grossbritannien
Im dominierenden Heimatmarkt Deutschland setzte AWD mit 87,4 Millionen Euro 23,6 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich um 38,3 Prozent auf 15,9 Millionen Euro. Der im Vorjahresquartal noch verlustreiche «Kernmarkt» Grossbritannien steuerte nun vor Zinsen und Steuern (EBIT) 1,5 Millionen Euro zum Konzernergebnis bei. Ein Jahr zuvor hatte AWD hier noch ein Minus von 6,8 Millionen Euro verbucht. Die Umsätze kletterten in Grossbritannien um 14,8 Prozent auf 37,3 Millionen Euro.


Österreich, Schweiz, Zentral- und Osteuropa
Noch stärker legte AWD in seinem zweitgrössten Markt, Österreich sowie Zentral- und Osteuropa, zu. Hier schnellten die Umsätze um 27,5 Prozent auf 31,1 Millionen Euro hoch, während das EBIT um 38,2 Prozent auf 4,7 Millionen Euro wuchs. In der Schweiz, dem kleinsten Markt des Finanzdienstleisters, stiegen die Erlöse um 7,9 Prozent auf 16,4 Millionen Euro, während das EBIT um 44,4 Prozent auf 2,6 Millionen Euro kletterte.

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