Axa Winterthur steigert Halbjahresgewinn um 165 Prozent

Angesichts eines hart umkämpften Schweizer Marktes blieb das Geschäftsvolumen dagegen in etwa gleich, wie die Tochter des französischen Branchengiganten Axa am Mittwoch bekannt gab. Mit 8,27 Mrd CHF lagen die gesamten Einnahmen des Versicherers nur 0,9% höher als vor einem Jahr. Zulegen konnte die Axa Winterthur nur im Lebengeschäft, wo die Einnahmen insgesamt um 2,2% auf 5,36 Mrd CHF stiegen. Dazu hätten neue Lebensversicherungsmodelle für Einzelpersonen beigetragen, aber auch die Vollversicherungsmodelle in der beruflichen Vorsorge, heisst es.


KMU-Vollversicherung „sehr gefragt“
Die Vollversicherung sei bei kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weiterhin sehr gefragt, wird Axa-Winterthur-Chef Philippe Egger in einem Communiqué zitiert. Rückläufig waren die Prämienvolumen im Nichtleben-Geschäft, wo die Axa Winterthur ein Minus von 1,4% auf 2,91 Mrd CHF hinnehmen musste. Dafür ist das Nichtleben-Geschäft profitabler geworden. Von den Prämieneinnahmen wendete die Axa Winterthur 88,7% für Schäden und andere Kosten auf (Combined Ratio), das ist eine Verbesserung um 5,1 Prozentpunkte. Grund seien tiefere Schadenbelastungen und eine effizientere Organisation, erklärte die Gesellschaft.


Axa Bank mit regem Kundenzulauf
Die Anfang 2009 gegründete Axa Bank zählte Ende Juni 18’600 Kunden, fast dreimal so viel wie am Ende des ersten Halbjahres 2009. An Neugeldern nahm die Bank 87,7 Mio CHF entgegen. Das waren allerdings 43,3% weniger als im Halbjahr der Neugründung. Die ehemalige „Winterthur“ behält ihren Markennamen weiter: Die Bezeichnung Axa Winterthur zu ändern sei „in den nächsten Jahren“ geplant, sagte ein Sprecher des Versicherers der Nachrichtenagentur SDA. Andere Ländergesellschaften des französischen Weltkonzerns verwenden zum Teil nur noch den Namen „Axa“. (awp/mc/ps/05)

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