Axpo erleidet Gewinneinbruch von 42 Prozent im Halbjahr

Dies belaste die Axpo-Töchter NOK, CKW und EGL direkt, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichen Aktionärsbrief der Axpo-Konzernspitze hervorgeht. Damit spürt der Konzern die Auswirkungen neuer Regulierungen wie dem Stromversorgungsgesetz (Strom-VG), Stromversorgungs-Verordnung (Strom-VV) und der Preissenkungs-Verfügungen der Eidg. Elektrizitätskommission ElCom. Ein weiterer wesentlicher Grund für den Gewinnrückgang sei die schlechte Performance der von Axpo gehaltenen Wertschriften, schreibt der Konzern.


Umsatz um 8,2 Prozent zurückgegangen
Der Axpo-Umsatz ging um 8,2% auf 3,9 Mrd CHF zurück. Der Energieumsatz reduzierte sich um 10% auf 3,5 Mrd CHF. Der Energieabsatz sank im ersten Halbjahr 2008/09 mit 34,3 Mio kWh knapp 20% unter den Vorjahreswert, weil mehr mit Energiederivaten gehandelt wurde, das Handelsvolumen sich aber insgesamt verkleinerte. Mit den Energiederivaten verbucht Axpo Mehreinnahmen, sie stiegen von 196 auf 222 Mio CHF. Der EBIT fällt mit einer Steigerung von 463 auf 490 Mio CHF besser aus als im ersten Halbjahr 2007/2008.


Ergebnisse vom Vorjahr ausser Reichweite
Die Konzernleitung geht davon aus, dass Axpo in der laufenden Periode die Eckwerte des vergangenen Geschäftsjahres nicht erreichen kann. Ausser den Folgen der neuen Regulierungen würden auch die Entwicklung der Finanzmärkte und der Energiepreise das Ergebnis belasten. Investitionen würden aber wie geplant weitergeführt. Im geöffneten Strommarkt behauptet sich Axpo nach eigenen Angaben indessen gut: Im ersten Halbjahr 2008 seien 150 Offertanfragen von potenziellen Kunden eingegangen. Axpo konnte etwa im Wallis neue Verträge abschliessen und Partnerschaften mit Unternehmen besiegeln. (awp/mc/ps/16)

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