Berg- und Talfahrt der GCC-Aktienmärkte

von Gérard Al-Fil


 


2007 glänzten die Börsen der Golfstaatenunion GCC mit den höchsten Indexrenditen weltweit und stemmten sich gerade im letzten Quartal des vergangenen Jahres gegen den globalen Abwärtstrend. Der Panikstimmung der letzten Tage jedoch konnten auch sie sicht nicht entziehen. Insgesamt schrumpfte die Marktkapitalisierung der sieben GCC-Aktienbörsen um 15% auf 962 Milliarden Dollar.


 


«Schwarzer Dienstag» am Golf


132 Milliarden Dirham, umgerechnet fast 36 Milliarden Dollar Marktkapitalisierung verloren die Börsen der Vereinigten Arabischen Emirate, der Dubai Financial Market (DFM) und der Abu Dhabi Securities Market (ADSM), in den letzten fünf Handelstagen. Der DFM-Index gab am gestrigen Dienstag 6.2% ab, der ADSM 6.8% und Saudi-Arabiens Tadawul-Index büsste 9.7% ein. Betroffen waren v. a. Immobilienwerte wie Emaar oder Aldaar Properties, die mehr als 10% abgaben.  Inzwischen erholten sich die Aktienbörsen der Golfstaaten wieder dank der Zinssenkung durch den Fed und starteten sehr freundlich in den Mittwoch.


 


Höhere Korrelation mit den westlichen Börsen


Weil sich der Anteil ausländischer Investoren an den GCC-Börsen in 2007 stark erhöht hat (am DFM beträgt er dank zahlreicher Roadshows des DFM-Managements nunmehr ein Drittel), korrelieren die arabischen Märkte immer stärker


mit den westlichen Börsen, und sie können sich globalen Trends nicht mehr in dem Ausmass entziehen, wie noch zu Beginn dieser Dekade.

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