Berner KB will IBIS über Ostern einführen

Vorgesehen sei, die Software-Erneuerung über die verlängerten Wochenenden von Ostern und Pfingsten vorzunehmen, zunächst bei der BEKB und dann bei der Jurassischen Kantonalbank (BCJ).
 
Wichtiger Termin für die Branche
Die Schweizer Bank- und Informatikbranche wird sich diesen Termin wohl ebenfalls «dick und rot» eintragen – RTC befindet sich nämlich schon länger in der Krise: Die BEKB als grösster RTC-Aktionär und die BCJ sind zusammen mit der RBA-Gruppe die einzigen verbliebenen RTC-Kunden – nachdem seit August 2007 sieben Kunden abgesprungen sind (Migros Bank, drei RBA-Banken,  Basler, Basellandschaftliche und Aargauische KB). Diese Banken, die bisher die Kosten der Erneuerung von IBIS mitgetragen haben, werden ab 2009 auf die Konkurrenzprodukte Avaloq oder Finnova wechseln. RTC dürfte spätestens zu diesem Zeitpunkt auf neue Kunden angewiesen sein.
 
Bleibt RBA bei IBIS?
Ende November wird aber zunächst die RBA-Gruppe entscheiden, ob sie bei IBIS bleiben wird oder nicht. Im Dezember 2007 entschied sich die Mitgliederversammlung des RBA-Pools für eine «einheitliche Informatik-Plattform». Nun – fast ein Jahr später – soll darüber abgestimmt werden, ob man geschlossen bei IBIS bleibt oder eben nicht. RBA-Verwaltungsratspräsident Paul Nyffeler sagte dem «Bund», dass Alternativen gesucht wurden: «Wir haben intensiv evaluiert.»
 
Der ‹Bund› rechnet jedoch damit, dass die RBA-Gruppe bei IBIS bleiben wird. Bei der Abstimmung ist eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Die Valiant- und die Clientis-Gruppe erreichen zusammen die nötige Stimmkraft. Valiant stehe «uneingeschränkt» hinter RTC, so die Zeitung. Bei Clientis hingegen wird eine interne Abstimmung durchgeführt, die wenige Tage vor der RBA-Poolversammlung festlegen soll, ob man bei IBIS bleiben will oder nicht. «Die Annahme, dass die Clientis-Gruppe ein Bekenntnis für IBIS ablegen wird, ist allerdings nicht gewagt», schreibt der ‹Bund› hierzu. Im Dezember 2007 gab es bei Clientis jedoch viele Stimmen, die für einen Wechsel waren. Jene Banken, die eine andere Lösung bevorzugen, könnten – nach dem Vorbild der drei Ostschweizer Banken – aus der RBA-Gruppe austreten. (Inside-IT/mc)

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