Bertarelli: «UBS ist zu viele Risiken eingegangen»

Zu Frage, warum der Verwaltungsrat die Probleme nicht erkannt hat, meint er: «Ein Verwaltungsrat ist immer eine Gruppe von Personen. Ich war nicht der Einzige im Entscheidungsprozess». Ein Grund für das Scheitern der Bank sei ihr Erfolg gewesen. «Nachdem ich in den Verwaltungsrat eingetreten war, feierte die UBS während Jahren phänomenale Erfolge», so der frühere Serono-Besitzer und zweimalige Americas-Cup-Sieger.


UBS von den Löwen gefressen?
Und weiter: «In den erfolgreichsten Momenten begeht man oft die grössten Fehler, in den schwierigsten Zeiten trifft man oft die besten Entscheide.» Bildlich beschrieben tönt das dann so: «Unsere Vorfahren wurden von den Löwen gefressen, wenn sie mit vollem Bauch um das Feuer lagen.» Vielleicht seien der UBS damals Fehler passiert, «aber nicht nur uns». Man habe aber früh versucht, die richtigen Entscheide zu treffen, um die Wende zu erreichen. «Heute sind wir auf gutem Weg, die Krise hinter uns zu lassen», gibt er sich optimistisch.


Boni zurückzahlen: «Persönliche Entscheidung»
Zu den Gehaltssystemen sagte Bertarelli, der in seiner Anfangszeit im Kompensationsausschuss der Grossbank sass und es auch heute wieder tut: «Sie haben alle ihre Vor- und Nachteile. Je komplizierter sie sind, umso weiter entfernt man sich von der Realität und vom Abbild der individuellen Leistung.» Ob der frühere UBS-Chef Marcel Ospel seine Boni zurückzahlen soll, sei dessen persönliche Entscheidung, meinte Bertarelli zudem. (awp/mc/ps/17)

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