BFS: Arbeitskosten pro Arbeitsstunde erneut gestiegen

Gegenüber 2006 (53,90 CHF) entspricht das einer Erhöhung um 4,5%, wie das BFS am Donnerstag aufgrund einer Schätzung mitteilte. Diese Zunahme ist gleich hoch wie zwischen 2004 und 2006. Seit der ersten Schätzung der durchschnittlichen Arbeitskosten durch das BFS im Jahr 2000 wurde eine Zunahme von 16,3% verzeichnet. Die Arbeitskosten setzen sich grösstenteils aus den Löhnen und Gehältern (83,4%) sowie aus den Sozialbeiträgen der Arbeitgeber (15,0%) zusammen. Der restliche Bestandteil sind die sonstigen Aufwendungen wie die Kosten für die berufliche Bildung und die Personalrekrutierung.


Unterschiedliche Branchenentwicklung
Niveau und Entwicklung der Arbeitskosten variieren je nach Wirtschaftszweig. Wie schon 2004 und 2006 wiesen das Gastgewerbe (34,50 CHF), der Handel (49,00 CHF) und das Baugewerbe (49,35 CHF) auch 2008 die tiefsten durchschnittlichen Kosten pro Arbeitsstunde auf. An der Spitze befanden sich erneut das Kreditgewerbe (Banken, Versicherungen mit 87,95 CHF), das Unterrichtswesen (69,30 CHF) sowie die öffentliche Verwaltung (66,90 CHF).


Schere weitet sich
Während sich die Rangliste der Wirtschaftszweige demnach kaum verändert hat, vertiefte sich der Abstand zwischen den höchsten und den geringsten Kosten pro Arbeitsstunde zwischen 2006 und 2008 noch mehr (von 47,60 auf 53,45 CHF). Der Grund dafür ist, dass die Löhne und Gehälter, die Hauptbestandteile der Arbeitskosten, im Kreditgewerbe deutlicher stiegen (+9%) als im Gastgewerbe (+3,9%).


Schweiz punkto Arbeitskosten stets an europäischer Spitze
Da die Eurostat-Daten zu den europäischen Arbeitskosten für das Jahr 2008 noch nicht vorliegen, können keine aktuellen internationalen Vergleiche angestellt werden. In früheren Jahren lag die Schweiz aber punkto Arbeitskosten pro Stunde stets an der europäischen Spitze. 2006 betrugen die Arbeitskosten pro Stunde in der Schweiz 33,81 EUR. Zwischen 30 und 33 EUR lagen die stündlichen Arbeitskosten in Dänemark, Schweden, Belgien, Luxemburg und Frankreich. In Deutschland betrugen sie 27,70 EUR, in Österreich 26,67 EUR. (awp/mc/ps/14)

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