BFS: Erwerbsquote bliebt trotz mehr Arbeitlosen hoch

Danach waren in dieser Zeit in der Schweiz 4,28 Millionen Personen erwerbstätig. Der Anteil der erwerbstätigen Personen an den 15- bis 64-Jährigen betrug 79%, was gegenüber dem Vorjahr (80%) einem leichten Rückgang entspricht, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag veröffentlichte. Demgegenüber waren 182’000 Personen erwerbslos. Die Erwerbslosenquote stieg gegenüber dem Vorjahr von 3,4% auf 4,1% an.


Deutlich mehr nicht erwerbstätige Frauen
Von den Personen im Erwerbsalter (15 bis 64 Jahre) waren 17% (oder 912’000 Personen) nicht erwerbstätig. Hauptgründe für die Nichterwerbstätigkeit sind Aus- und Weiterbildung sowie familiäre Verpflichtungen. Der Anteil der Nichterwerbstätigen ist bei den Frauen mit 23% fast doppelt so hoch wie bei den Männern (12%). Dies ist hauptsächlich auf familiäre Gründe zurückzuführen. Jede dritte erwerbstätige Person verfügt über eine Tertiärausbildung, also über ein abgeschlossenes Studium oder eine höhere Berufsbildung. Vor fünf Jahren waren dies 27%. Vor allem Frauen und Ausländer holen punkto Tertiärausbildung auf.


Mehr Arbeit an Abenden und nachtsüber 
Die Abend-, Nacht- und Sonntagsarbeit sowie die Arbeit auf Abruf nahmen in den letzten fünf Jahren leicht zu. 18% der Erwerbstätigen arbeiten regelmässig am Abend (2004 waren es 16%), 5,1% regelmässig Nachtschicht (4,7%). Frauen arbeiten öfters am Abend, Männer häufiger in der Nacht. Eine von zehn erwerbstätigen Personen arbeitet regelmässig am Sonntag. Auch Arbeit auf Abruf hat in den letzen 5 Jahren zugenommen: von 6,1 auf 6,5% der Erwerbstätigen. Frauen arbeiten häufiger auf Abruf als Männer.


Hohe Erwerbsbeteiligung im internationalen Vergleich
Im internationalen Vergleich weist die Schweiz eine hohe Erwerbsbeteiligung sowie einen sehr hohen Anteil an Teilzeitarbeitenden auf. Von den 25- bis 64-Jährigen waren in der Schweiz im 2. Quartal 2009 85,8% erwerbstätig. Nur Island und Schweden hatten leicht höhere Erwerbsquoten. In der EU lag diese Quote bei 77%. Ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitet Teilzeit. Im internationalen Vergleich liegen nur die Niederlande mit 48 Prozent Teilzeitarbeitenden höher. In der Schweiz ist der Geschlechterunterschied bei der Teilzeitarbeit (13% Männer, 57% Frauen) besonders gross. (awp/mc/ps/15) 

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