Bâloise: Deutschland-Pläne stossen auf Widerspruch

Die Krankenversicherung des Deutschen Rings gehört hingegen dem Krankenversicherungsverein. Die Bâloise will indes schon länger einfachere Verhältnisse. Die Strukturen seien unflexibel, und der Ertrag liege unter dem Marktwachstum, sagte Bâloise-CEO Martin Strobel vor den Medien in Basel. Zudem hielt er Vorständen im deutschen Firmenkonglomerat Pflichtverletzungen bei einem Darlehen und einer Beteiligungsauslagerung vor.


Bündelung der Aktivitäten unter einheitlicher Führung
Mit der neuen Deutschlandstrategie will die Bâloise nun den Vertrieb ihrer Töchter unter einheitlicher Leitung bündeln, stärker mit dem Finanzdienstleister OVB kooperieren und Kompetenzzentren in Hamburg und Bad Homburg bilden. Aufgrund der Synergien sollen dabei bis 2012 rund 230 Stellen wegfallen. Das sind etwa 13 Prozent der derzeit 1800 Stellen, die laut Bâloise «sozialverträglich abgebaut» werden sollen. Mit der Krankenversicherung soll zudem rasch eine Klärung des künftigen Verhältnisses gefunden werden. Diese schliesst sich indes per 1. April mit der Signal Iduna zu einem Konzern zusammen.


Im Notfall auch Alleingang
Damit würde sich die Bâloise in einer «Wohngemeinschaft» mit einem direkten Wettbewerber wiederfinden, hiess es in Basel. Strobel machte denn auch klar, dass der Konzern seinen Weg nötigenfalls auch alleine gehen will.


Widerspruch aus Deutschland
Demgegenüber teilten Signal Iduna und Krankenversicherung mit, sie seien «gegen die beabsichtigte Zerschlagung der Unternehmensgruppe Deutscher Ring». Gemäss Vertrag sei eine Umstrukturierung zudem nur einvernehmlich möglich. Signal Iduna habe stattdessen aber schon im Januar die Übernahme auch der Sach- und Lebensversicherung angeboten. (awp/mc/pg/28)

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