Börsenflaute mit Lichtblicken

Von Gérard Al-Fil
Ganze 38 Millionen Aktien wechselten am Sonntag am Dubai Financial Market (DFM) die Besitzer. Die Umsätze liegen damit so tief im Keller wie im 2006, als die Börsen am Golf ihr Crash-Jahr erlebten. Die Folge: der DFM-Index pendelt derzeit unter der psychologisch wichtigen Marke von 1,500 Punkten. Geäusserte Bedenken des amerikanishcn Fed und der Bank of England über die Erholung der Weltwirtschaft tun Ihr Übriges.


Daimler-Aktionär Aabar kehrt Börse den Rücken 

Ein ähnliches Bild im ölreichen Abu Dhabi: Als ob erneut fallende Barrel-Preise nicht genug Sorgen bereiten, stimmten die Aktionäre der Aabar Investments, die 9,1 Prozent an der Daimler AG hält, dem von der Firmenleitung vorgeschlagenen Delisting zu. Aabar-Chef Khadam al-Qubaisi erklärte dazu, vier Fünftel der kotierten Firmen in den VAE seien „nicht fair bewertet“, eine Umwandlung in eine Joint Private Company so die beste Alternative. Am Montag meldete die regierungsnahe Aabar Investments einen Halbjahresgewinn von 202 Mio. Dirham (55 Mio. US-Dollar) ? nachdem man im ersten Quartal noch einen Gewinn von 1,58 Mrd. Dirham auswies ? Folge von Verlusten im Finanzderivategeschäft.


Gute Zeiten für Stockpicker
Nichtstdestotrotz haben die Märkte im Morgenland auch Lichtblicke zu bieten. National Bank of Kuwait (NBK), das grosste Geldhaus in dem nördlichen Golfstaat, erklomm vergangene Woche ein Sechsmonatshoch, nachdem es von Moody?s auf „Ausblick stabil“ heraufgestuft wurde. Zeichen für ein Ende der Kreditklemme? Eine gute Entwicklung legte bislang auch Gulf Bank of Kuwait hin.In Saudiarabien ging am 9. August die in Bau befindliche Knowledge Economic City (KEC) an die Börse Tadawul in Riad.

 

„Wir haben 2010 bisher fünf IPOs in Saudi-Arabian auf der Liste, KEC inklusive, die sich seit mit einer Ausnahmee Handelsbeginn sehr positive entwickelt“, sagt IPO-Experte Josef Schuster, CEO der IPOX Schuster in Chicago. Dass KEC bereits unter seinem Ausgabepreis von 10 Saudi ?Riyal notiert, sen laut Schuster indes kein schlechtes Omen, „denn die Erfahrung mit Aktien mit hohen Zeichnungsgewinnen ist eher negativ.“

 

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