Bosch will mit Billigautos bis 2010 eine Milliarde Euro umsetzen

«Weltweit will Bosch damit 2010 eine Milliarde Euro umsetzten», sagte Indien-Statthalter Albert Hieronymus dem «Handelsblatt» (HB/Freitagausgabe) bei der Vorstellung des neuen Tata Nano, in dem viel Technik der Stuttgarter steckt.


Enormes Potenzial in China, Südostasien und Afrika
«Die Inder schaffen einen komplett neuen Markt, wo vorher keiner war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Auto ohne Erfolg bleibt», sagte Hieronymus. Er sehe «enormes Potenzial, vor allem in China, Südostasien und Afrika». Bosch-Komponenten machen zehn Prozent des Fahrzeugwerts von umgerechnet gut 1.700 Euro aus. «Billigautos werden für Bosch ein äusserst wichtiges Segment, und in Indien entwickeln wir globale Expertise dafür», betonte Hieronymus. Andere Zulieferer stünden allerdings schon in den Startlöchern.


Billigstes Auto der Welt vorgestellt
Der indische Mischkonzern Tata hatte am Donnerstag in Neu Delhi das billigste Auto der Welt vorgestellt. Der von Tata auch «Volksauto» genannte Viertürer, dessen Erscheinungsbild auf den ersten Blick an den Smart erinnert, soll frühestens im Oktober auf den indischen Markt kommen. Vier Menschen sollen komfortabel in ihm Platz finden. Nach Tata-Angaben erfüllt der Wagen die Euro-IV-Norm und die indischen Sicherheitsstandards. Der Nano wird mit einem 33 PS starken 623-Kubikzentimeter-Zweizylindermotor angetrieben, der im Heck untergebracht ist. Das Auto soll weniger als fünf Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrauchen und knapp über 100 Stundenkilometer fahren. (awp/mc/ab)

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