BP: Kampf gegen Ölpest wird immer teurer

Am Bohrloch tut sich BP weiter schwer, das ausströmende Öl und Gas aufzufangen. Bislang wurden rund 48.000 Tonnen Rohöl nach BP-Angaben vor der US-Küste abgeschöpft. Die gröbsten Umweltschäden zu beseitigen, werde bis «weit in den Herbst» dauern, sagte Thad Allen, Einsatzchef der US-Regierung im Kampf gegen die Ölpest. Und das auch nur, wenn es BP tatsächlich bis August gelinge, die beschädigte Ölquelle komplett zu verschliessen. BP hatte die gesunkene Plattform «Deepwater Horizon» von Transocean geleast.


«BP hat schon viele Stürme durchschifft»  
Die Kosten werden voraussichtlich noch weiter steigen. Denn nach Einschätzung der US-Regierung wird noch monatelang Öl aussprudeln. «Die finanziellen Konsequenzen dieses Ereignisses werden zweifellos sehr ernst sein, aber BP ist ein starkes Unternehmen und hat schon viele Stürme durchschifft», hatte BP-Chef Tony Hayward in der vergangenen Woche erklärt.


Reparatur am Bohrloch nach wie vor nicht im Griff
Die Reparatur am beschädigten Bohrloch hat der BP-Konzern sieben Wochen nach der Explosion der Plattform «Deepwater Horizon» weiter nicht im Griff. Derzeit werde nur ein Bruchteil des Öls und Gases in ein Schiff an der Wasseroberfläche geleitet, teilte BP mit. Zwischen Donnerstag und Samstag waren es 2200 Tonnen Rohöl. Wie viel Öl aus dem Leck kommt, schwankt nach offiziellen Schätzungen zwischen 1600 und 3400 Tonnen täglich.


Neue Methoden
Angesichts der beginnenden Hurrikan-Saison erproben BP-Ingenieure weitere Methoden, um den Abfluss von Öl und Gas einzudämmen. Zum einen soll bis Mitte Juni ein weiteres Steigrohr zum Auffangschiff eingerichtet werden. Entlastungsbohrungen an zwei Quellen laufen laut BP nach Plan. Sie sollen Anfang August einsatzbereit sein. (awp/mc/ps/15) 

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