Business-Intelligence-Werkzeuge ganz zuoberst auf der CIO-Wunschliste

So schätzt der US Marktforscher Gartner, der sich auf eine Umfrage unter 1’400 CIOs weltweit stützt, dass der Markt für „Business Intelligence“ (BI) bis 2010 in Europa jährlich um 10 Prozent wachsen wird – wesentlich schneller als der IT-Markt allgemein. Bis in vier Jahren sollen jährlich alleine in Europa fast zwei Milliarden Euro für BI-Tools ausgegeben werden. „Business Intelligence“ wurde in der Gartner-Umfrage zum zweiten Mal nach 2005 als höchste technologische Priorität der CIOs eingestuft.
 
Strategische Priorität
Der Einsatz solcher Software-Werkzeuge werde unterdessen auf Management-Ebene in Firmen als strategische Priorität verstanden, so Gartner-Analyst Andreas Bitterer. Doch die Software und ihr Nutzen werde auf der Ebene der Angestellten noch viel zu wenig verstanden. Ein verstärkter Fokus auf die Ausbildung der Mitarbeitenden werde deshalb wichtig.
 
Die Ausgaben für BI-Tools sind bereits heute beträchtlich. Grosse Organisationen geben gemäss Gartner jährlich bis zu 1,2 Millionen Euro für BI-Software aus. Heute geht es darum, diese Werkzeuge nicht nur in den Geschäfts- und Abteilungsleitungen einzusetzen, sondern sie auch Angestellten, Partnern und Kunden zugänglich zu machen. Viele Firmen hätten in der Vergangenheit massiv in ERP-Systeme investiert. Nun gehe es darum, aus den grossen Datenmengen, die in ERP-Systemen anfallen, auch wertvolle Informationen zu ziehen.
 
BI-Spezialisten unter Druck
Business Intelligence war bisher ein Randgebiet der Software-Industrie und wurde dominiert von Firmen wie Cognos, Hyperion oder Business Objects. Seit einiger Zeit machen sich aber auch Firmen wie Microsoft, Oracle und SAP in diesem Markt breit. Microsoft beispielsweise hat die Datenbank SQL Server mit bestimmten BI-Funktionen ausgestattet und auch ein spezialisiertes Produkt namens „BizSharp“ entwickelt.
 
Microsoft, Oracle und SAP fassen im BI-Markt gemäss Gartner zunehmend Fuss. Ihr Absatz wird gemäss dem Marktforscher 2007 um ein Fünftel wachsen, während die klassischen BI-Spezialisten nur um etwa 6 Prozent zulegen werden. Der Vorteil der „Big Three“ liegt auf der Hand, denn sie können die Analyse-Werkzeuge nahtlos in die betriebswirtschaftlichen System aus dem eigenen Haus integrieren. (Inside-IT/mc)

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