Capital One schliesst Hypotheken-Tochter GreenPoint und kappt 1900 Stellen

Gemäss einer Mitteilung von Capital One sollen 31 GreenPoint-Standorte in 19 Bundesstaaten dicht gemacht werden. «In den vergangenen Monaten haben wir eine beispiellose Zerrüttung der zweitrangigen Hypothekenmärkte erlebt», schrieb Vorstandschef Richard D. Fairbank in einem Brief an die Mitarbeiter. Er habe daraufhin schweren Herzens die Entscheidung gefällt, das Geschäft herunterzufahren.


GreenPoint vergibt vorzugsweise Hypothekenkredite an Schuldner, die die Standards der halbstaatlichen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac nicht erfüllen, aber mit einer etwas besseren Bonität ausgestattet sind als die sogenannten Subprime-Schuldner.


Belastung von 2,15 Dollar pro Aktie
Die Schliessung von GreenPoint wird Capital One mit 860 Millionen Dollar oder 2,15 Dollar je Aktie belasten. Davon wird ein Grossteil noch in diesem Jahr verbucht werden. Das Unternehmen senkte für 2007 seine Gewinnprognose von 7,15 Dollar auf 5 Dollar je Aktie. Die von Thomson Financial befragten Analysten hatten im Schnitt bislang mit 7,04 Dollar Gewinn je Anteilsschein gerechnet. Die ursprünglich als Kreditkartengesellschaft gestartete Capital One hat sich in den vergangenen Jahren durch Zukäufe zu einer breit aufgestellten Finanzholding gewandelt. GreenPoint hatte Capital One im Zuge der 13,2 Milliarden Dollar Übernahme der North Fork Bancorp gekauft. (awp/mc/pg)

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