CH-Affäre Gaddafi: Libyen lässt Mutter des Hausangestellten frei

Der Hausangestellte ist allerdings weiterhin im Unklaren über das Schicksal seines Bruders. «Er ist in Libyen, aber man weiss nicht wo», bestätigte Membrez eine Meldung der «Tribune de Genève» vom Freitag. Marokko bemüht sich hinter den Kulissen offenbar um Kontakte zu dem Bruder des Hausangestellten. Die Befreiung der Mutter und eine mögliche Befreiung des Bruders könnten zum Ende der Krise zwischen Libyen und der Schweiz beitragen, die mit der Festnahme des Ehepaars Hannibal Gaddafi Mitte Juli in Genf ihren Anfang nahm.


Vergleich angestrebt
Laut Anwalt Membrez könnte der Kläger einen Vergleich anstreben, sobald er über das Schicksal seines Bruders in Gewissheit wäre. Die Klage des Hausangestellten würde in der Folge zurückgezogen und das Verfahren gegen das Ehepaar Gaddafi eingestellt.


Anzeige wegen Misshandlung eingereicht
Der Marokkaner und eine tunesische Bedienstete der Gaddafis hatten am 15. Juli in Genf gegen Hannibal Gaddafi und dessen Frau Aline Anzeige wegen Misshandlung eingereicht. Das Ehepaar Gaddafi wurde festgenommen und kam erst gegen Zahlung einer Kaution von 500’000 CHF frei. Der Genfer Untersuchungsrichter beschuldigte in der Folge das Paar der einfachen Körperverletzung, Drohung sowie Nötigung gegenüber den Hausangestellten. In der Folge ging die libysche Führung gegen Schweizer Bürger, Unternehmen sowie die Verwandten der Kläger in Libyen vor.


Starke Spannungen zwischen der Schweiz und Libyen ausgelöst
Die Verhaftung von Hannibal Gaddafi und seiner Frau hatte starke Spannungen zwischen der Schweiz und Libyen ausgelöst. Das eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) sucht auf diplomatischer Ebene einen Ausweg aus dem Konflikt. (awp/mc/gh/28)

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