CH-Ausblick: Etwas schwächer erwartet – UBS im Fokus

Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial tendierte jedoch zuletzt gegenüber dem Börsenschluss in Europa etwas leichter und auch die Märkte in Asien zeigten sich schwächer.


Nach dem Ende der jüngsten Berichtssaison rechnen Marktbeobachter mit einem ruhigen Verlauf bei unterdurchschnittlichen Umsätzen. Im Fokus dürften hierzulande vor allem die UBS-Valoren am heutigen Investorentag stehen. Zudem werden das Bundesamt für Justiz und die Eidgenössische Steuerverwaltung über den Stand des Amtshilfeverfahrens mit der US-Justizbehörde in Sachen UBS informieren. Die von Julius Bär abgespaltene GAM hat indes einige Angaben zum Geschäftsverlauf per Ende Oktober gemacht.


Bis um 08.30 Uhr sinkt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 0,10% auf 6’416,09 Punkte. Dabei tendieren alle Titel – bis auf UBS – in einer Spanne zwischen -0,2% und -0,4%.


UBS notieren gegen den Trend bei +2,1%. Die Grossbank will mittelfristig einen Vorsteuergewinn von rund 15 Mrd CHF erzielen. Gleichzeitig strebt die UBS eine Cost-Income-Ratio von 65 bis 70% und eine Eigenkapitalrendite (RoE) von 15 bis 20% an, wie sie anlässlich des heutigen Investorentages bekannt gab. Auch hat sich die Bank für die einzelnen Geschäftsdivisionen mittelfristige Ziele bezüglich Erträge, Vorsteuergewinn und Aufwand-Ertragsverhältnis gesetzt. Weiter geht die Grossbank davon aus, dass die Veränderungen in den Eigenkapitalrichtlinien «wahrscheinlich zu einer restriktiveren Dividendenpolitik» führen werden.


CS stehen vorbörslich bei -0,4% und Julius Bär bei -0,3%.


Novartis geben um 0,3% nach. Der Impfstoff Influenza A(H1N1) 2009 des Pharmakonzerns ist wirksamer als bisher angenommen, wie die Auswertung erster Studiendaten mit 4’000 Probanden ergab. Neuigkeiten gibt es auch zu Roche (-0,3%); zum einen hat die Tochter Genentech bei der US-Gesundheitsbehörde FDA zwei Gesuche für Indikationserweiterungen zu Avastin eingereicht. Zum anderen hat das A/H1N1-Erkennungs-Set des Unternehmens von der FDA eine sogenannte Notfall-Zulassung erhalten.


Die SLI-kotierten GAM dürften wegen eines Interim Management Statements im Blick der Anleger stehen. Der aus der Abspaltung von Julius Bär hervorgegangene Assetmanager sieht sich auf Kurs. Per Ende Oktober 2009 erhöhten sich die verwalteten Vermögen (AuM) im Rahmen der Erwartungen auf 113 Mrd CHF, von 105 Mrd CHF zur Jahresmitte. Daraus ausgeklammert sind die Vermögen der im vergangenen Monat an die Börse gebrachten Artio Global Investors. Analysten zufolge birgt der Zwischenbericht keine grösseren Überraschungen.


Im breiten Markt hat Tornos Neunmonatszahlen veröffentlicht. Das im Drehmaschinenbau tätige Unternehmen musste erneut einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen und einen Verlust ausweisen. (awp/mc/ps/07)

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