CH-Ausblick: Kaum verändert – Nestlé bremsen

Belastet werde die Stimmung zudem von den schlechten Zahlen des weltgrössten Versicherers AIG und den gesenkten mittelfristigen Gewinnzielen der Allianz. Damit rücke die Finanzkrise wieder stärker in das Blickfeld der Akteure, hiess es. Im Tagesverlauf werde die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich ziehen. Volkswirte erwarten allerdings unisono, dass die Währungshüter ihr Leitzinsniveau unverändert lassen werden. Damit komme dem die Entscheidung begleitenden Kommentar besondere Bedeutung zu.


Um 8.25 Uhr steht der von Clariden Leu berechnete vorbörsliche SMI 1,41 Punkte bzw. 0,02% höher auf 7’210,76 Punkten. Nestlé (Aktie: -0,6%) konnte die Markterwartungen nur teilweise erfüllen. Zwar wurden die Umsatz- und EBIT-Schätzungen getroffen und diejenige zum Reingewinn überboten – deutlich hinter den Erwartungen blieben allerdings die Daten zum internen Realwachstum. Dies deute darauf hin, dass sich Nestlés Verkaufswachstum deutlich abgeschwächt hat und die Umsatzzunahme fast nur noch aus Preiserhöhungen stamme.


Der Raffineriekonzern Petroplus (Aktie: +6,1%) lag mit seinen Zweitquartalszahlen auf allen Ebenen klar über den Markterwartungen. Auch unter Einrechnung der Aufwertungsgewinne auf Lagerbeständen von habe das Resultat überzeugt, sagten Marktbeobachter. Petroplus hatten bereits im Vorfeld der Quartalspräsentation Boden gut gemacht, doch angesichts des nach wie vor deutlichen Rückstand auf die Höchstkurse bestehe weiter Raum für Anschlusskäufe.


Im breiten Markt legte der Dentalimplantatehersteller Straumann starke Zahlen vor, was mit einem vorbörslichen Aufschlag von 3,1% belohnt wird. Im Schlepptau rücken die Titel des Branchennachbarn Nobel Biocare um 2% vor. Das Unternehmen wird am nächsten Montag seine Zahlen vorlegen. Die Aktien der meisten anderen SMI-Unternehmen notieren vorbörslich zwischen 0,2 und 0,4% höher. (awp/mc/ps/10)

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