CH-Ausblick: Klar schwächer – Richemont nach Zahlen stark

Am meisten UBS nach Bekanntgabe der Details zur Kapitalerhöhung. Die Signale aus dem Ausland sind uneinheitlich: Die US-Indizes hatten sich nach den zurückhaltenden Äusserungen der Federal Reserve zum weiteren Konjunkturverlauf schwächer gezeigt. Der Nikkei hat allerdings im späten Geschäft noch ins Plus gedreht. Marktteilnehmern zufolge dürften der starke Euro und die eher pessimistischen Einschätzungen der US-Notenbank die Börsen belasten. Chemiesektor und zyklische Werte könnten unter den neuen Rekordständen beim Ölpreis leiden.


Der von Clariden Leu vorbörslich berechnete SMI gibt bis um 8.25 Uhr um 0,65% auf 7’524,74 Punkte nach. UBS stehen mit -1,6% am Ende der Tabelle. Die Grossbank hat im Rahmen ihrer Kapitalerhöhung die Konditionen der Bezugsrechtsemission festgelegt. Demnach erhalten die UBS-Aktionäre für jede bestehende Aktie ein Bezugsrecht. 20 Bezugsrechte berechtigen zum Kauf sieben neuer Aktien zum Bezugspreis von 21 CHF pro Anteil. Händler zeigten sich von den Einzelheiten der Kapitalerhöhung nicht überrascht. Weiteren Druck auf den Bankensektor könnten jedoch die Sorgen um weitere Abschreibungen bei US-Instituten bringen, hiess es. Credit Suisse geben vorbörslich 1,2% ab, Julius Bär 0,5%.


Richemont (+1,0%) sind nach den gestrigen Kursverlusten und den heute präsentierten Zahlen gefragt und als einziger Titel im Plus. Der Konzern hat die geplante Aufspaltung in eine Investment- und eine Luxusgütergesellschaft mitgeteilt. Mit den heute veröffentlichten Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2007/08 liegt das Unternehmen zudem über den Erwartungen der Analysten. Weiter stützt die Ankündigung eines auf zwei Jahre angelegtes Aktienrückkaufprogramms das Sentiment für den Titel.


Zahlreiche Titel verzeichnen Abschläge von knapp über einem halben Prozent, darunter Synthes, Nestlé, Swiss Re, Swiss Life, Holcim, Roche, Novartis und Adecco. Im breiten Markt stehen unter anderem Sulzer im Fokus. Die Industriegruppe hat in Südafrika einen Grossauftrag für Pumpen erhalten. Das Volumen beläuft sich nach Unternehmensangaben auf einen «mittleren zweistelligen Millionenbereich in Franken». (awp/mc/ps)

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