CH-Ausblick: Leichte Abwärtstendenz nach uneinheitlichen Vorgaben

Angesichts der dünnen Nachrichtenlage wird in Marktkreisen eine eher ruhiger Handelstag erwartet. Wie sich die Aktienkurse weiter entwickeln werden, bleibt weiter ungewiss. Seit dem Jahrestief von Anfang März ging es mit dem SMI mehr oder weniger nur noch hinauf, allerdings mit abflachender Tendenz. Viele Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass es für einen weiteren Anstieg gegen 6’000 Punkte erst noch einmal eine deutliche Korrektur nach unten braucht. Diese wird zwar seit Längerem prognostiziert, ist bisher aber ausgeblieben.


Der von Clariden Leu vorbörslich berechnete SMI steht um 08.20 Uhr um 0,34% tiefer bei 5’380,29 Punkten.


Mit Nachrichten im Fokus stehen UBS (-0,3%), nachdem am Wochenende ein positives Urteil des Zürcher Handelsgerichts zu Gunsten der Bank bekannt wurde. Das Gericht hat eine Klage von fünf deutschen Banken gegen die UBS abgewiesen. Im Zusammenhang mit dem Konkurs der IT-Firma Systor hatten diese Institute von der UBS rund 100 Mio CHF gefordert.


Weiter hat UBS-Verwaltungsrat Bruno Gehrig gemäss verschiedenen Medienberichten eingeräumt, dass der Geldabfluss bei der UBS anhalte. Die Bank befinde sich aber auf dem richtigen Weg. Gehrig erwartet, dass die Bank den Turnaround in diesem Jahr schafft. Es sei möglich, dass die UBS im Verlauf dieses Jahres wieder auf die Profitabilitätsschiene komme, so Gehrig.


Interessant wird es zum Thema UBS auch ab Dienstag, wenn die Sperrfrist für die UBS-Pflichtwandelanleihe des Bundes über 6 Mrd ausläuft. Der Bund will gemeinsam mit der UBS, der FINMA und der SNB das weitere Vorgehen kommunizieren.


Wie UBS notieren alle weiteren SMI-Aktien im vorbörslichen Geschäft schwächer. Mit einem Minus von 0,6% fallen Julius Bär etwas aus dem Rahmen, gefolgt von ZFS und Swisscom mit einem Minus von je 0,4%.


Die übrigen Titel geben 0,2 oder 0,3% ab, ohne dass es dazu wichtige Neuigkeiten gäbe. Einzig Novartis hat am Morgen über positive Resultate einer Phase-II-Studie mit dem Medikament Afinitor berichtet.


Die angelaufene Woche bringt mit den Jahreszahlen von Burckhardt Compression am Dienstag und den Trimesterzahlen von Conzzeta am Mittwoch lediglich zwei in der Schweiz börsenkotierte Unternehmen planmässig etwas ins Rampenlicht. (awp/mc/ps/09)

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