CH-Ausblick: Schwächer – Konjunktursorgen drücken auf Kurse

Auch habe Fed-Mitglied Kevin Warsh vor falschem Konjunkturoptimismus gewarnt, so Marktbeobachter. Tokio zeigt sich mit festeren Kursen allerdings resistenter.


Bis um 08.20 Uhr sinkt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 0,8% auf 5’333,99 Punkte.


Ausser in Spezialsituationen würden auch heute Unternehmensnachrichten weitgehend fehlen. Daher werden von den Konjunkturdaten mögliche Impulse erwartet. In der Schweiz stehen die Detailhandelsumsätze im April, der ZEW-Indikator Juni und vom Seco ein Update zu den Konjunkturprognosen auf dem Programm. Gleichzeitig wird der Bundesrat über ein allfälliges drittes Konjunkturpaket beraten.


In den USA werden mit der Leistungsbilanz Q1, den Verbraucherpreisen Mai und dem Realeinkommen Mai weitere Hinweise über den Verlauf der Wirtschaft gegeben.


Die vorbörslichen Notierungen bewegen sich in den meisten Titeln zwischen 0,7 und 0,8% unter Vortagesniveau. Durch leicht überdurchschnittliche Abgaben fallen vor allem die konjunktursensitiven ABB (-1,0%) auf.


Roche (-0,8%) hat in einem Schiedsgerichtsentscheid zwischen den Zusammenarbeitspartnern Biogen und der Tochter Genentech über die Entwicklung von MabThera/Rituxan für zusätzliche Indikationen das Nachsehen. Die weiteren Indexschwergewichte Novartis (-0,9%) und Nestlé (-0,8%) zeigen sich ebenfalls tiefer.


Synthes (-0,6%)sind in den USA wegen unzulässiger Vermarktung des Knochenersatzmaterials «Norian XR» angeklagt. Die Untersuchung läuft allerdings bereits seit 2006.


In Swisscom (-0,7%) hat CEO Carsten Schloter die Zielsetzungen für 2009 einmal mehr bestätigt und rechnet vor allem im Mobilfunkbereich mit weiterem Preisdruck.


Swiss Re (-0,8%) wurden von der Deutschen Bank auf «Hold» zurückgenommen, haben aber mit einem Preisziel von 45 CHF noch einiges Aufwärtspotenzial. (awp/mc/ps/07)

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