CH-Ausblick: Sehr schwach – Talfahrt geht weiter

Für anhaltende Verunsicherung sorgen die Pläne von US-Präsident Barack Obama zur Regulierung der Finanzbranche. Hierzulande dominierte in der Wochenendpresse der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts (BVGer) vom Freitag zur Frage der Herausgabe von UBS-Kundendaten an die amerikanischen Behörden. Die Unwägbarkeiten welche nach diesem Entscheid im Steuerstreit zwischen den USA und der Schweiz wieder aufgetaucht sind, haben die UBS-Aktie am Freitag zum Teil bereits etwas belastet und könnten weiteren Druck ausüben.


Bis um 08.25 Uhr verliert der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI 0,93% auf 6`433,42 Punkte.


Im Fokus dürften weiterhin die Finanzaktien stehen, welche unter den politischen Bestrebungen nach mehr Regulierung leiden. CS und UBS verbuchen am Montag vorbörslich ein Minus von 0,9, bzw. 1,0%. CS gaben am Freitag mit über 6% stark nach, bei UBS waren es -3,9%. Falls die USA nach dem Gerichtsurteil des BVGer die versprochenen Kundendaten nicht erhielten, könnten die Klagen gegen die UBS reaktiviert werden, lauten die Befürchtungen am Markt.


Marktbewegende Nachrichten sind zu Wochenbeginn ansonsten noch Mangelware. Für morgen sind dann aber die Jahreszahlen von Novartis angesagt und für den Donnerstag diejenigen von Lonza, womit die Berichtssaison weiter an Fahrt aufnimmt.


Vergangene Woche waren die defensiven Aktien Novartis, Roche, Nestlé und Swisscom die einzigen Gewinner und verliehen dem vor allem wegen der sehr schwachen Finanzaktien nachgebenden Gesamtmarkt etwas Stabilität. So verlor der SMI über die Woche lediglich 1,2%, während der Dow Jones um über 4% nachgab. (awp/mc/ps/08)

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