CH-Baubranche legt im vierten Quartal 2008 wieder zu

Allerdings sei das Branchenwachstum weit davon entfernt, derart rasant auszufallen wie noch 2005, teilte das «baublatt» am Donnerstag aufgrund des von der Konjunkturforschungsstelle der ETH ausgearbeiteten KOF-«baublatt»-Indikators mit. Immerhin scheine die Phase sinkender Bautätigkeit wenigstens vorläufig vorüber.


Wachstum von rund 2% möglich
Aufs Gesamtjahr gerechnet könnte ein Wachstum von rund 2% resultieren (2007: 0,5%; Boomjahr 2005: 5%). Die nominellen Gesamtinvestitionen könnten saisonbereinigt erstmals die Marke von 12 Mrd CHF überschreiten. Wie anhaltend der Bauaufschwung sein wird, lasse sich allerdings noch kaum abschätzen, hiess es weiter. Getrieben wird das Wachstum im Schlussquartal 2008 von den Investitionen in den Wohnbau, welche um mehr als 5% zulegen. Das wäre der stärkste Anstieg seit anderthalb Jahren.


M it etwa 2,5% moderat wachsen
Diese Werte seien jedoch nominell, schränkte das «baublatt» ein. Die zuletzt nicht mehr ganz so hohe Bauteuerung müsse abgezogen werden. Das spreche für niedrigere reale Werte, aber immer noch für ein Wachstum. Für das gesamte 2008 ergibt sich gemäss Indikator im Wohnbau eine leichte nominelle Zunahme um 0,2% (2007: 2,1 %). Die gesamten Bauinvestitionen dürften im vierten Quartal nominell mit etwa 2,5% moderat wachsen. Dabei sieht es so aus, als ob der Wirtschaftsbau gegen Ende Jahr stagnieren könnte.


Deckungsgleich mit KOF-Konjunkturprognosen
Dies deckt sich mit den KOF-Konjunkturprognosen, da wegen der schwächeren Exportdynamik weniger Impulse aus dem Ausland erwartet werden. Der KOF-«baublatt»-Indikator wird auf der Basis der vom «baublatt» monatlich erhobenen Baugesuche und Baubewilligungen berechnet. Er gibt Aufschluss über die Entwicklung der Wohn- bzw. Hochbauinvestitionen in den nachfolgenden acht Monaten. (awp/mc/gh)

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