CH-Beherbergungsstatistik: Logiernächte sinken im September auf 3,4 Mio

Neuenburg (AWP) – Die Schweizer Hotel- und Kurbetriebe haben im September 2008 insgesamt 3,4 Mio Logiernächte verzeichnet. Dies entspricht gegenüber September 2007 einem Minus von 0,9% oder 31’000 Nächten. Die Abnahme ist auf die ausländischen Gäste zurückzuführen, welche 1,8 Mio Logiernächte verbuchten (-2,5%). Die Schweizer Besucher generierten dagegen 1,6 Mio Logiernächte (+1%), schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS) am Freitag.


Kumulierte Zahl der Logiernächte bei über 30 Mio
Von Januar bis September 2008 lag die kumulierte Zahl der Logiernächte bei über 30 Mio, eine Zunahme von 3,6% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg ist sowohl den ausländischen Gästen (18 Mio Logiernächte; +3,8%), als auch den einheimischen Touristinnen und Touristen zu verdanken (13 Mio Logiernächte; +3,3%).


Tourismusbranche bekommt den starken Franken zu spüren
Die Tourismusbranche bekommt neben der Finanzkrise auch den starken Franken zu spüren. Vor allem bei den US-Amerikanern gab es im September einen Einbruch um 15% bei den Logiernächten. Dies sind 28’000 Logiernächte weniger. Auch Deutsche (-12’000 Nächte), Japaner, Koreaner und Gäste aus den Golfstaaten kamen deutlich weniger. Dafür wurden 6’000 Logiernächte mehr (+26%) von russischen Gästen in Schweizer Hotelbetten gezählt. Laut BFS ist dieser Sprung bislang einmalig.


Rückgang bei den Ausländern auch schon im August spürbar gewesen
Zwar sei der Rückgang bei den Ausländern auch schon im August spürbar gewesen, jedoch sei noch kein genereller Trend aus den Zahlen abzulesen, sagte Lisa Bergen vom BFS dazu. Und gar von einer Krise zu sprechen, wäre klar übertrieben. «2007 war für den Schweizer Tourismus ein absolutes Spitzenjahr», sagte Bergen, «in diesem Jahr liegen die Zahlen sogar noch darüber». Bei den Zahlen für September könne man höchstens von einer Stagnation auf sehr hohem Niveau sprechen.


Die Bündnermit Anstieg von 6,5 Prozent
Am beliebtesten bleibt der Kanton Graubünden. Die Bündner konnten im September einen Anstieg von 6,5% oder 31’000 Logiernächten auf über eine halbe Million verbuchen. Bereits im August hatte Graubünden den stärksten Anstieg verzeichnet. Dagegen musste die zweitgrösste Tourismusregion, das Berner Oberland, einen Rückgang um 12’000 auf etwas über 480’000 Logiernächte hinnehmen.


Im Tessin starker Rückgang
Im Tessin gab es im September einen starken Rückgang. Unter anderem wegen des Regenwetters, das vor allem die kurzfristig buchenden Schweizer Gäste abschreckt, brachen die Logiernächte um 8,7% ein: Es wurden 30’000 weniger Logiernächte in der «Sonnenstube» gezählt als noch im September 2007. Doch nicht nur das Wetter macht den Tessinern zu schaffen. Laut BFS ist seit Jahresbeginn «eine negative» Tendenz bei den Logiernächten im Tessin festzustellen – im Gegensatz zum Rest der Schweiz. (awp/mc/gh/21)

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