CH-Eröffnung: Ausverkauf geht weiter – Verluste jedoch eingegrenzt

Nach einem ersten Kursrutsch und dem Fall unter die Marke von 7’000 Punkte im SMI setzten die Indizes jedoch rasch zu einem Rebound an und verringerten ihre Verluste deutlich. Wie nachhaltig die Stabilisierung ist, werde sich jedoch erst weisen müssen.


Auf Beachtung dürfte am Berichtstag die Veröffentlichung der Quartalszahlen der Bank of America stossen. Im Blick stehen mögliche Abschreibungen und Ausfälle im Kreditkartenbereich.


Das Blue Chips Barometer SMI verliert bis um 09.38 Uhr 185,25 Punkte bzw. 2,54% auf 7’101,89 Zähler. Zwischenzeitlich war der Index unter die Marke von 7’000 Punkten gefallen. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) gibt 2,80% auf 1’067,26 Punkte her, der Swiss Performance Index (SPI) verliert 2,58% auf 5’765,68 Stellen.


Im SMI stehen die Bons der Pharmakonzerns Roche (-3,1% auf 187,80 CHF) im Fokus. Die US-Diagnostikfirma Ventana hat dem monatelangen Werben der Basler nun endlich nachgegeben – zum Meinungsumschwung hat eine um fast 20% aufgebesserte Offerte geführt. Damit kostet Ventana 3,4 Mrd USD. Nichts desto trotz sei die Akquisition als sinnvoll und der Preis als marktkonform, urteilen Analysten. Gute Nachrichten bleiben in diesem Umfeld am Markt unerhört.


Novartis sinken um 2,6% auf 55,80 CHF und im SLI werden Actelion nach einem starken Vortag um 1,4% zurückgenommen.


Grosse Abgaben gehen wie üblich auf das Konto der Finanzwerte und der konjunktursensitiven Titel. ABB sacken 3,6% auf 22,94 CHF ab, Adecco verlieren 3% auf 48,42 CHF, Holcim 3,9% auf 97,95 CHF und Clariant gar 5,2% auf 7,44 CHF.


UBS (-1% auf 39,90 CHF) und CS (-2,9% auf 50,30 CHF) tendieren uneinheitlich, Julius Bär werden um 2,3% auf 71,20 CHF zurückgenommen. Auch die Versicherer stehen weiter unter Druck. ZFS verlieren 2,9% auf 267,75 CHF, Bâloise 2,7% auf 87,85 CHF und Swiss Re 4,7% auf 65,50 CHF. Bereits wird am Markt über eine Kapitalemission des Rückversicherers spekuliert.


Die als defensiv geltende Swisscom-Valore nimmt mit einem Abschlag von ’nur› 0,7% auf 400 CHF den Spitzenplatz im SMI ein.


Von den SLI-Werten fallen Petroplus (-4,2% auf 57,40 CHF) und Logitech (-6% auf 26,82 CHF) am deutlichsten zurück.


Am breiten Markt finden positive Unternehmensnachrichten kein Gehör. So haben Lindt & Sprüngli (Aktie: -10,3%), Galenica (-2,9%) wie auch Barry Callebaut (-3,8%) mit Umsatzzahlen in oder gar über den Erwartungen aufgewartet. (awp/mc/pg)

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