CH-Eröffnung: Erholung von kurzer Dauer

So hätten beispielsweise die Börsen in Tokio nicht nachgezogen, was das Aufwärtspotenzial ebenfalls beschränke.


Tatsächlich hat der Aufwärtsdrang des SMI schon bald an Schwung verloren und die Indizes bröckeln wieder ab – auch die Kursschwäche in den zuletzt starken Pharmaaktien schränkt den Weg des SMI nach oben ein.


In der Schweiz hat sich die Berichtssaison mit der Umsatzindikation des Bauchemiekonzerns Sika sowie den verwalteten Vermögen der Partners Group angelassen. Richtig initiiert wird der Zahlenreigen allerdings erst in der kommenden Woche, wenn der Pharmariese Novartis am Donnerstag seine Zahlen bekanntgibt.


Bis um 09.30 gewinnt der SMI 0,17% oder 13,84 auf 8’353,65 Punkte. Der gekappte SLI steigt 0,40% auf 1’253,62 Zähler und der breit gefasste SPI rückt um 0,25% auf 6’768,78 Stellen vor.


Gesucht sind Finanzwerte und konjunktursensitive Titel; diese weisen 2008 bereits den grössten Nachholbedarf aus. Die Credit Suisse (Aktie: +0,5% auf 63 CHF) plant die Gründung eines Joint Ventures mit der chinesischen Founder Securities und will einen Drittel an der Gesellschaft halten. Julius Bär avancieren um 0,2% auf 82,80 CHF und UBS um 1% auf 49,50 CHF.


Zyklische Titel wie ABB (+0,6% auf 29 CHF), Adecco (+1,1% auf 56,05 CHF), Swatch (+1,3% auf 297,75 CHF) und Holcim (+0,8% auf 114,60 CHF) erholen sich am Berichtstag überdurchschnittlich. Für den Zementhersteller hat Cheuvreux das Kursziel aufgrund der sich verschlechternden Wirtschaftsnachrichten aus Indien, den USA und Spanien gesenkt. Für Swatch hat die ZKB eine Trading-Kaufempfehlung herausgegeben.


Mittel, welche vom Markt zurückgezogen werden, wurden in den letzten Tagen hauptsächlich in Novartis und Roche investiert. Der zumindest vorübergehend höhere Risikoappetit lässt die Investoren heute aus den ’sicheren Häfen› aussteigen: Novartis sinken 0,1% auf 65 CHF, Roche 0,6% auf 206,40 CHF. Auch die zuletzt sehr starken Syngenta büssen 1,6% auf 310 CHF ein.


Im SLI figurieren ebenfalls Industriewerte wie Geberit (+3,1%) oder OC Oerlikon (+1,8%) auf den Kaufzetteln der Anleger.


In der zweiten Reihe setzen sich Sika (+2,8%) an die Spitze des Kurstableaus. Der Bauchemiehersteller hat mit seinen Umsatzzahlen zum Jahr 2007 die Erwartungen nur leicht übertroffen. Experten sind der Meinung, dass Sika zuletzt zu stark nach unten bezahlt wurden. Das heutige Kursniveau biete eine attraktive Einstiegschance.


Partners Group (+1,7%) steigerte 2007 die Assets under Management um 41% und setzte sich ehrgeizigere Ziele. (awp/mc/gh)

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