CH-Eröffnung: Erholungskurs führt über 8’800 Punkte, Holcim gesucht

Aber auch Holcim, welche als einziges SMI-Unternehmen diese Woche Zahlen publiziert hat, haben überzeugt. Nach den diversen Massnahmen der US-Notenbank zur Linderung der Kreditkrise steigt das Vertrauen der Börsianer in die Märkte und auch die Risikobereitschaft wieder. Und auch aus charttechnischer Sicht hat sich das Bild zum positiveren gewendet. Zwar sei die Situation aktuell etwas überkauft, schreibt dazu die Deutsche Bank. Dies sei aber auch ein Zeichen der Stärke und die Momentumwerte seien in den letzten Handelsstunden auf ein 14-Tagehoch gestiegen.

Bis um 9.25 Uhr steigt der SMI um 95,53 Punkte oder 1,10% auf 8’810,12 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI legt 1,37% auf 1’334,45 Punkte zu und der breitere SPI 71,04 Punkte oder 1,00% auf 7’160,57 Zähler.

Holcim liegen mit einem Plus von 2,3% auf 124,50 CHF mit an der Spitze des SMI, trotz einer Avance von bereits 4,5% am Vortag. Holcim hat mit den Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen, auch unter Berücksichtigung eines ausserordentlichen Kapitalgewinns von 1,1 Mrd CHF von einer Devestition in Südafrika. Das Ergebnis sei «hervorragend» hiess es in Markkreisen. Positiv hervorgehoben wurde der trotz Schwäche der Baukonjunktur nur marginale Rückgang in den USA, was durch Wachstum in anderen Regionen mehr als wettgemacht wurde. Dies zeige die Vorteile der breiten geografischen Diversifikation. Holcim hat nebst den Zahlen am Morgen mitgeteilt, dass die Beteiligung an Ambuja Cement in Indien über den Kauf von weiteren 3,9% von der Gründerfamilie sowie über ein öffentliches Angebot für weitere 20% auf rund 56% aufgestockt werden soll. Die Transaktion hat einen Gesamtwert von maximal 1,34 Mrd USD. Dazu wurde in ersten Kommentaren positiv vermerkt, dass keine Kapitalerhöhung notwendig sei.

Anhaltend auf Erholungskurs befinden sich auch ABB (+2,5% auf 28,50 CHF) sowie die Banken, von denen Julius Bär (+2,5% auf 81,50 CHF) kräftig zulegen, während die Gewinne von UBS (+1,1% auf 64,30 CHF) und CS (+1,3% auf 81,10 CHF) etwas moderater sind.

Zu den aktuellen Spitzenwerten gehören auch SGS (+2,4% auf 1’422 CHF), Clariant (+2,2% auf 16 CHF) oder Givaudan (+2,0% auf 1’065 CHF). Die Versicherungen legen zwischen 1 und rund 2% zu. Am Ende der Tabelle sind Swisscom (-0,2% auf 417 CHF), Synthes (unverändert bei 137,60 CHF) sowie Novartis (+0,6% auf 63,60 CHF) und Roche (+0,6% auf 212,30 CHF) zu finden. Die bescheidenen Gewinne entsprechen dem defensiven Charakter von Swisscom oder den beiden Pharmaaktien.

Im breiten Markt verzeichnen Kuoni nach Zahlen ein deutliches Minus von 4%. Kuoni hat zwar mit dem Umsatz die Erwartungen erfüllt, der Gewinn fiel indes schwächer aus als erwartet. Eher negativ wird auch der Abgang von Schweiz-CEO Roberto Luna gewertet.

Ebenfalls nach Zahlen ziehen Basilea um 1,0% an und entwickeln sich damit durchschnittlich. Besser entwickeln sich nach Zahlen Comet (+2,7%), während die Aktien der Luzerner KB (-0,8%) etwas zurückfallen. Implenia (+6,3%) setzen den Höhenflug vom Vortag fort, ähnlich stark legen Burckhardt Compression (+6,5%) und Meyer Burger (+5,3%) zu.

(awp/mc/hfu)

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