CH-Eröffnung: Etwas leichter – Dubai-Schockwelle ebbt ab

Auch die langsam in Fahrt gekommene Erholung der Weltwirtschaft grundsätzlich in Frage stellt, kommentieren die Experten der ZKB. Die gesamtwirtschaftlichen Daten aus Europa und den USA liessen nach wie vor eine Fortsetzung der Konjunkturerholung erwarten, heisst es weiter.


Auf Konjunkturseite rücken im weiteren Handelsverlauf die EU-Verbraucherpreise für den Monat November in den Blick. Am Nachmittag könnte dann in den USA der Chicago-Einkaufsmanagerindex nochmals Bewegung bringen.


Bis um 09.30 Uhr sinkt der SMI um 0,68% auf 6’293,69 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert 0,68% auf 962,93 Punkte; der breite Swiss Performance Index (SPI) reduziert sich um 0,49% auf 5’422,11 Punkte.


UBS (-0,8%), CS (-0,7%) und Julius Bär (-1,4%) zu Handelsbeginn noch an der Spitze im Kurstableau – die nachlassenden Sorgen um die Finanzprobleme Dubais verschafften bereits japanischen Bankenaktien deutlichen Auftrieb – können die Gewinne nicht halten. Im Sog verbilligen sich ebenso die Versicherer ZFS (-1,1%), Swiss Life (-1,4%) und Swiss Re (-1,3%).


Das Financial Stability Board (FSB) hat neben den Grossbanken die ZFS und Swiss Re auf die Liste von Finanzkonzernen gesetzt, die über Ländergrenzen hinweg beaufsichtigt werden sollen, wie aus einer Aufstellung hervorgeht, die der Financial Times vorliegt. Das FSB verlangt von den Banken und Versicherern, Abwicklungspläne oder «Testamente» auszuarbeiten.


Die schwer gewichteten Nestlé (-1,0%) und Roche (-1,1%) lassen dem Markt keine Luft nach oben. Novartis (-0,1%) profitieren nicht von einer Marktzulassung durch die FDA. Diese hat dem saisonalen Influenza-Impfstoff Agriflu für Personen ab 18 Jahren die Zulassung erteilt.


Nach unten geht es auch bei ABB (-0,8%) und Adecco (-0,5%); noch deutlicher im Minus zeigen sich Logitech (-2,0%) und Lonza (-1,3%). Im Plus halten sich lediglich GAM (+0,5%) und Swisscom (+0,1%).


In der zweiten Reihe hat unterdessen Aryzta (+1,8%) mit den Erstquartalszahlen die Erwartungen deutlich verfehlt. Die Anleger zeigen sich unbeeindruckt, obwohl die ZKB von einem «enttäuschenden Umsatz» spricht. Die positive Kursentwicklung wird in Marktkreisen unter anderem als Reaktion auf die markanten Verluste über die gesamte Vorwoche gesehen. Kräftig nach unten geht es bei Coltene (-3,8%) und Swisslog (-2,3%).


Auf der Gewinnerseite stehen redIT (+6,1%). Die Titel verlassen heute das SIX Hauptsegment und sind ab Dezember 2009 auf der Plattform der Berner Kantonalbank für nicht kotierte Nebenwerte OTC-X ausserbörslich weiterhin handelbar. (awp/mc/ps/11)

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