CH-Eröffnung: Fester – CS profitieren von positivem Ausblick

Im Zentrum des Interesses stehen bei den Einzelwerten insbesondere Credit Suisse. Die Titel legen jedoch trotz einer enttäuschen Entwicklung im 4. Quartal zu; der Ausblick wird positiv eingeschätzt. Unklarheit herrscht am Markt nach den jüngsten Aussagen von Fed-Präsident Ben Bernanke über die weitere Zinspolitik der USA. Ebenso sorgt das in finanzielle Schieflage geratene Griechenland für Unsicherheiten am Markt.


Das Blue-Chips-Barometer SMI avanciert um 09.30 Uhr 0,98% auf 6’396,08 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt derweil 1,00% auf 976,75 Zähler zu und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,86% auf 5’520,21 Stellen.


Credit Suisse (+1,8%) verteuern sich, obwohl die Ertragsentwicklung im Schlussquartal des Geschäftsjahres 2009 klar hinter den Markterwartungen zurück blieben. Sowohl beim Konzernergebnis als auch bei den Kundenvermögen und der Kernkapitalquote wurden die Konsensschätzungen verfehlt. Beim Neugeld gelang der Credit Suisse hingegen eine Punktlandung auf den Erwartungen des Marktes. Schub dürfte der Aktie aber die ansprechende Dividendenrendite sowie die gute Margenentwicklung verleihen. Auch der Ausblick wird von Marktbeobachtern als ermutigend bezeichnet.


Die Titel der Konkurrenten UBS (+0,2%) und Julius Bär (+1,2%) legen dagegen weniger zu. Die UBS will nach einer Meldung der «Financial Times» an Mitglieder des Senior Managements Boni in der Höhe von 300 Mio CHF in bar nicht ausschütten. Grund dafür sei das Verfehlen interner Ergebniszielsetzungen.


Weit oben im Kurstableau sind ABB (+2,6%) zu finden, nachdem die Deutsche Bank die Titel auf «Buy» von «Hold» angehoben hat. Synthes (+0,5%) könnten ebenso von einer Hochstufung profitieren. Das Aktienresearch der UBS stuft auf «Buy» von «Neutral».


Bei Nobel Biocare (+0,4%) hat das Aktienresearch von Morgan Stanley (MS) die Abdeckung mit der Einstufung «Underweight» aufgenommen. Die UBS stuft unterdessen im Nachgang an die Ergebnispublikation das Anlagerating auf «Neutral» von bisher «Sell» hoch. Bei den Valoren des Wettbewerbers Straumann (+0,3%) nimmt MS die Abdeckung mit «Underweight» auf.


Die Versicherungstitel von Swiss Re (+0,7%), Swiss Life (+0,7%) und ZFS (+0,6%) legen weniger als der Gesamtmarkt zu. Ebenso unterdurchschnittlich zeigen sich Novartis (+0,6%).


Roche (+0,9%) verteuern sich nach positive Studienresultate gegen Diabetes. Die Roche hat mit Taspoglutid bei Typ-2-Diabetes in den ersten fünf Phase-III-Studien Erfolge erzielt.


Nestlé legen 1,0%. Konkurrent Danone steigerte seinen Gewinn dank günstiger Rohstoffpreise und höherer Absätze und erfüllte die Erwartung nahezu. Der französische Konzern erwartet jedoch für 2010 nur eine stabile Marge wegen des schwierigen Konsumumfelds in der westlichen Welt und der Inflation bei den Rohstoffkosten.


Auf der Verliererseite stehen Logitech (-0,2%) und Swisscom (-0,1%).


Bei den Nebenwerten revidierte u-blox (Aktie +6,9%) am Mittwochabend die Ergebnisprognosen für 2009 noch oben und geht nun von einem Nettogewinn aus. Die SGKB (Aktie -0,7%) weist ein Ergebnis aus, das operativ unter den Erwartungen der ZKB-Analysten ausfällt.


Auch ADB (Aktie ungehandelt) präsentierte Jahreszahlen. Die Gesellschaft ist 2009 gewachsen, musste allerdings einen leichten Margenrückgang hinnehmen. Bobst (Aktie ebenfalls ungehandelt) legte Umsatzzahlen vor und enttäuschte nach Ansicht der ZKB vor allem in den margenschwachen Bereichen. (awp/mc/ps/14) 

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