CH-Eröffnung: Fester – Käufer kehren zurück

Begünstigt werde dies einerseits durch das tiefere Preisniveau, Spekulationen über eine mögliche Leitzinssatzsenkung durch das Fed und zwar uneinheitliche, aber nicht negative Vorgaben.


Aus charttechnischer Sicht hat sich die Lage ebenfalls verbessert. «In qualitativer Hinsicht gewinnt die mittelfristige Bodenbildung an Festigkeit», schreiben die Charttechniker der Deutschen Bank in ‹X-tec Trade›. Allerdings verbleibe noch ein Zeitfenster von drei bis vier Tagen, während dem die Kurse nochmals gedrückt werden könnten. Ein Durchbruch durch 8’660 würde Raum bis 8’700 erschliessen, heisst es weiter. Allerdings wäre danach ein Rücksetzer bis in die Region von 8’570 ‹programmiert›, denn die Basis für eine Avance um 350 Punkte innerhalb von fünf Tagen sei ’schlechthin› noch zu dünn.


Bis um 9.45 Uhr steigt der SMI um 0,74% oder um 63,75 auf 8’666,96 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI steigt um 1,29% auf 1’310,23 Punkte und der breitere SPI legt um 0,79% oder 55,47 auf 7’045,79 Zähler zu.


Unter den Standardwerten fallen Nobel Biocare durch Avancen um 2,3% auf 321 CHF auf. Diese Titel würden von Anschlusskäufen profitieren. Nachdem der charttechnische Widerstand bei 300 CHF hätte genommen werden können, dürfte nun Raum bis 350 CHF bestehen, prognostizieren Analysten von Rahn & Bodmer. Julius Bär steigen um 2,2% auf 80,05 CHF. Die Anleger würden sich – allerdings vorerst noch verhalten – wieder in Versicherungstiteln sowie in geringerem Ausmass in Bankwerten engagieren. Dabei stünden Vermögensverwaltungswerte im Vordergrund, hiess es im Handel. Holcim legen vor der morgigen Publikation der Halbjahreszahlen um 2,2% auf 119 CHF zu.


Swatch avancieren um 1,6%. Unter den Grossbanken legen UBS um 1,4% zu, während CS mit 0,8% etwas hinter her hinken.


Am Ende der Liste figurieren Roche, die das Übernahmeangebot für Ventana verlängert haben; der ‹Bon› verteuert sich um 0,1%. Auch Swisscom ziehen um 0,1% an.


Die prozentual grössten Avancen verzeichnen Afipa: die Aktie steigt um 18,5% und der Bon um 12,3%. Day konnten von den besseren Aussichten für das zweite Halbjahr profitieren (+8,7%).


Hingegen enttäuschten Zehnder mit ihrem Zahlenset und werden um 2,7% zurückgenommen. Newron geben nach der Publikation von Ergebnissen einer Phase-III-Studie um 3,8% nach. Unique konnte die Erwartungen nicht ganz erfüllen. Auch der CEO-Abgang belastet. So geben die Titel um 2,3% nach.


Die grössten Abgaben verzeichnen jedoch Société Bancaire Privée mit einem Minus um 10,5%.  (awp/mc/pg)

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