CH-Eröffnung: Kaum verändert – Actelion gefragt

In Japan schloss der Nikkei ebenfalls mit roten Vorzeichen. Händler machen auch wieder aufkeimende Konjunktursorgen für die gestrige Abwärtsbewegung an den Börsen verantwortlich. Heute dürften daher die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland Beachtung finden. Aus den USA stehen dagegen keine wichtigen Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung an. Unternehmensseitig hat der Pharmakonzern Actelion hierzulande mit starken Erstquartalszahlen überrascht.


Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 9.35 Uhr 11,08 Punkte bzw. 0,22% höher auf dem Stand von 5’076,26 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt derweil 0,14% auf 747,47 Zähler und der breite SPI tendiert kaum verändert bei 4’296,56 Stellen.


Actelion (+8,5% auf 52,10 CHF) setzen sich nach der Zahlenpublikation deutlich nach oben ab. Analysten bezeichnen das vorliegende Ergebnis als «stark». Die solide Entwicklung des Hauptumsatzträgers Tracleer komme allerdings nicht ganz unerwartet. Die wichtigsten Produktentwicklungsprojekte seien auf Zielkurs. Auch die leichte Anhebung der firmeneigenen Gesamtjahresprognosen wird begrüsst und positiv hervorgehoben.


Die grössten Einbussen verzeichnen dagegen OC Oerlikon (-6,1% auf 61,60 CHF) vor dem Q1-Ausweis an diesem Donnerstag. Marktteilnehmer hoffen auf Aussagen zum möglichen Verkauf von Unternehmensanteilen sowie zur Finanzierungssituation.


Stärkere Abschläge gibt es auch bei einzelnen Finanzwerten. Swiss Re (-2,4% auf 24,80 CHF) leiden besonders und auch UBS (-1,7% auf 13,10 CHF) geben nach. Einem Medienbericht zufolge strebt die Grossbank den Verkauf des Hedge-Funds-Geschäftsbereiches «Alternative & Quantitative Investments» (A&Q) komplett oder in Teilen an. Es gebe bereits ein Angebot für einen Management-Buy-Out vor, heisst es.


CS gewinnen dagegen 1,3% auf 37,96 CHF. Die Grosbank hat eine Einigung mit der Fédération Romande des Consommateurs im Zusammenhang mit strukturierten Produkten der Pleite gegangenen US-Bank Lehman Brothers getroffen und will rund 1’700 Kunden Rückkaufangebote im Gesamtumfang von rund 50 Mio CHF unterbreiten.


Einige Zykliker tendieren leichter, etwa Adecco (-1,8% auf 40 CHF) und Kühne + Nagel (-1,2% auf 80,55 CHF) nach dem gestrigen Zahlenausweis und trotz einiger Kurszielerhöhungen durch CS, ING, Deutsche Bank und JP Morgan. Nobel Biocare geben 0,3% auf 20,62 CHF ab. Die UBS hat die Aktien auf Sell (Neutral) bei einem Kursziel von 18 CHF zurückgestuft.


Novartis (-0,2% auf 41,76 CHF) leiden unter einer negativen Studie von Merrill Lynch. Die Analysten stufen die Titel auf Underperform (Buy) zurück und das Kursziel auf 45 (52) CHF. Die Valoren seien nicht länger ein sicherer Hafen, heisst es. Die übrigen defensive Werte halten sich besser, dies gilt unter den Grosskapitalisierten für Nestlé (+0,1% auf 38,02 CHF) vor den morgigen Q1-Zahlen und vor allem für Roche (+1,2% auf 152,80 CHF).


Synthes (+0,6% auf 129,40 CHF) tragen schwarze Vorzeichen. Leicht enttäuschende Zahlen der US-Mitbewerberin Stryker hätten sich nicht negativ ausgewirkt, heisst es am Markt. Im breiten Markt tendieren Schindler kaum verändert (PS +0,1%). Das Unternehmen hat vorbörslich die Zahlen zum abgelaufenen Quartal 2009 vorgelegt und dabei die Markterwartungen teilweise übertroffen.


Airesis (+14,9%) tendieren nach der Ergebnispublikation deutlich fester. Kudelski (+5,3%) profitieren von einer Hochstufung durch Goldman Sachs auf Buy (Neutral) bei einem neuen Kursziel von 18,50 (14,50) CHF. Ex-Dividende werden Lindt & Sprüngli (N -0,7%; PS -2,6%), Bucher (-3,6%) und Schulthess (-0,7%) gehandelt. (awp/mc/ps/12)

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