CH-Eröffnung: Kaum verändert – Wenig Impulse für Bluechips

Nachbörslich gab es keine grossen Bewegungen. In Asien präsentierte sich ein gemischtes Bild, der Nikkei verlor dabei. Hierzulande liegen Unternehmensnachrichten vor allem aus dem breiten Markt vor. Entsprechend würden sich die Investoren sensibler für Analysten-Ratings zeigen, heisst es im Handel. Grundsätzlich seien die Marktteilnehmer weiterhin optimistisch gestimmt. Jüngste geldpolitische Aussagen der Währungshüter nährten die Zuversicht, dass Liquidität weiterhin ausreichend vorhanden sein sollte.


Bis um 09.30 Uhr sinkt der SMI um 0,07% auf 6’369,93 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) gewinnt dagegen 0,14% auf 976,61 Punkte; der breite Swiss Performance Index (SPI) reduziert sich um 0,09% auf 5’488,37 Punkte.


Aufschläge gibt es bei zahlreichen Finanzwerten, allen voran für Julius Bär (+1,2%) und die abgespaltenen GAM (+1,3%) an der Spitze im SMI/SLI. Auch UBS (+0,3%) und CS (+0,6%) können zulegen.


Nach den gestern veröffentlichten Neunmonatszahlen verzeichnen Swisscom (+1,2%) mehrere Kurszielerhöhungen. Positiv erwähnen Analysten dabei das Kostenmanagement des Telekomkonzerns und die Aussicht auf eine Dividende entsprechend der üblichen Ausschüttungspraxis.


Lonza (+1,2%) werden von der UBS auf «Neutral» («Sell») angehoben. Berücksichtigt haben die Analysten die jüngste Gewinnwarnung, die Restrukturierungspläne des Unternehmens sowie den zuletzt gefallenen Aktienkurs.


Auch Syngenta (+0,2%) legen zu. Der Agrochemiekonzern übernimmt zwei in den USA ansässige Unternehmen für Salatsaatgut und erhofft sich davon eine stärkere Position im nordamerikanischen Markt und ein breiteres das Portfolio für die Entwicklung von Salatsaatgut in Europa und Asien.


Holcim (-0,1%) erhalten nach dem gestrigen Zahlenausweis einige Kurszielerhöhungen, zum Teil aber unter dem aktuellen Kurs. Die Titel werden mit «Hold», «Underperform» und «Neutral» eingestuft.


Die Assekuranzen tendieren uneinheitlich. Swiss Life (-0,6%) hatten am Vortag als dritter Bluechip über den Geschäftsverlauf informiert, sie geben wie ZFS (-0,2%) nach. Bâloise (+0,6%) und Swiss Re (+0,6%) tendieren positiv.


Novartis verlieren 0,4%. Der Pharmakonzern bietet ab sofort eine rezeptfreie Version des Magenmittels «Prevacid» in den USA an. Die verschreibungspflichtige Version des Medikaments gehört laut Novartis gemessen am Umsatz zu den fünf Arzneien, die am häufigsten verschrieben werden. Auch Roche geben um 0,4% nach. Im Handel wird auf eine negative Studie einer ausländischen Bank verwiesen.


Für Logitech geht es nach einer gestern vermeldeten Akquisition und dem Investorentag bergab, die Titel verlieren 1,0% (Vortag +0,7%). Ein Analyst zeigt sich nicht voll überzeugt ob der Perspektiven und will so lange skeptisch bleiben, bis erste Geschäftszahlen vom Thanksgiving Weekend zu sehen sind.


Am breiten Markt tendieren Orascom (-6,6%) nach der Vorlage von Geschäftszahlen deutlich leichter, Barry Callebaut (-0,7%) und Kuoni (-0,1%) geben leicht nach. Die Banque Cantonale Vaudoise (BCV) (+2,3%)und vor allem Looser (+3,6%) legen zu.


Straumann hat mit Wolf-Rüdiger Daetz einen neuen Finanzchef ernannt, die Aktie steht bei +0,2%.


Partnes Group gewinnen 0,3%. Die Vermögensverwalterin hat die Implementierung des globalen Private Real Estate Portfolios der britischen Pensionskasse Avon abgeschlossen und plant weitere Investitionen für die Pensionskasse. (awp/mc/ps/11) 

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