CH-Eröffnung: Leichter – UBS unter Druck

Es mache sich wieder Unsicherheit breit. Angesichts von Banken-Feiertagen in den USA und Grossbritannien wird allgemein aber ein eher ruhiger Wochenauftakt erwartet. Wichtige Konjunkturdaten stehen heute nicht auf der Agenda, auch von Unternehmensseite gibt es kaum Nachrichten. Der SMI sinkt bis um 9.30 Uhr um 0,53% oder 39,83 Punkte auf 7’420,11 Punkte. Der SLI steht 0,46% tiefer auf 1’143,63 Punkten. Der breite SPI büsst 0,45% auf 6’252,68 Punkte ein. Im Blue Chip Index trägt der überwiegende Teil der Aktien negative Vorzeichen im Bereich zwischen 0,2 und 0,5%.


UBS fallen mit -2,7% auf 29,14 CHF am Ende der Tabelle auf. Ab dem morgigen Dienstag werden die Titel angesichts der geplanten Kapitalerhöhung ex-Bezugsrecht von voraussichtlich 2,50 CHF gehandelt. Belastet werden UBS von weiteren Medienberichten in der Wochenendpresse über die verschiedenen Rechtsfälle in den USA. CS verlieren dagegen lediglich 0,5% auf 53,20 CHF und Julius Bär legen gar 0,2% auf 79,70 CHF zu.


Auf der Verliererseite stehen wiederum Swiss Re (-0,3% auf 77,85 CHF). Die Rückversicherungs-Gesellschaft ist Medienberichten zufolge mit vier asiatischen Ländern in Gesprächen über den Abschluss von Katastrophenversicherungen. Von den Versicherungstiteln geben auch ZFS 0,6% auf 304,25 CHF ab. Die Deutsche Bank hat zwar das Kursziel angehoben und das Rating «Buy» bestätig. Der Titel leidet aber unter neuen Medienberichten, denenzufolge ZFS weiter für die Übernahme der Versicherungssparte der Royal Bank of Scotland im Rennen ist. Swiss Life verlieren 0,3% auf 289,25 CHF. Einzig Bâloise stehen von den Versicherungstiteln mit 0,6% im Plus bei 113 CHF und damit an der Tabellenspitze.


Novartis notieren 0,7% tiefer auf 53,85 CHF. Der Pharmakonzern will das Medikament Extavia zur Behandlung von Multipler Sklerose in den USA und in Europa in der ersten Hälfte 2009 auf den Markt bringen, nachdem nun die Europäische Kommission die Zulassung erteilt hat. Die Zulassung sei erwartet worden, hiess es dazu in Marktkreisen, so dass auch keine heftige Reaktion der Aktien zu erwarten gewesen wäre. Swatch verzeichnen einen Abschlag von 1,4% oder 4,00 CHF auf 282,50 CHF, werden heute aber ex-Dividende von 4,25 CHF gehandelt. Richemont (-0,2% auf 63,30 CHF) halten sich ebenfalls besser als der Index. Bisher schlage sich das schlechtere Konjunkturumfeld im Luxussegment kaum in den Zahlen nieder, hiess es am Markt. Das werde honoriert.


Im SLI stemmen sich SGS (+ 1,7% auf 1’534 CHF) gegen den Abwärtstrend. Der Schweizer Warenprüfer hat eine Akquisition in Australien getätigt. Auch Logitech (+1,2% auf 32,64 CHF) zeigen sich stark. In der zweiten Reihe richtet sich das Augenmerk auf Swiss Prime Site (-1,1% auf 66,50 CHF). Das Immobilienunternehmen hat im ersten Quartal 2008 einen Rückgang des Reingewinns hinnehmen müssen, auf anderen Gewinnstufen aber zugelegt. Trotz positiver Analystenkommentare zu den Zahlen geben die Valoren nach, was auf die starke Performance in den vergangenen Wochen zurückgeführt wird.


Auch Implenia (+2,3% auf 33,25 CHF) stehen im Blickpunkt. Die österreichische Strabag hat erstmals öffentlich Interesse am Schweizer Marktführer bekundet. Die Bank Vontobel überprüft angesichts der Medienberichte das bisherige Kursziel von 34 CHF für die Aktien und bestätigt die Empfehlung «Reduce». Arpida hat die ersten Patienten für eine Phase-II-Studie zum Medikament Iclaprim registriert. Die Valoren legen 2,2% auf 11,90 CHF zu. Ex-Dividende von 2,60 CHF werden Emmi gehandelt. Die Titel notieren 5,2% oder 7,70 CHF leichter bei 140,20 CHF. (awp/mc/ps)

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