CH-Eröffnung: Nach gutem Beginn in Verlustzone gerutscht

Anscheinend würden die Anleger aber versuchen, sich neu zu positionieren und würden zunächst mal aus den Finanz- und Pharmawerten Geld abziehen. Allerdings seien die Volumen sehr gering und möglicherweise könnte das Geschehen im weiteren Verlauf noch drehen, fügte er an.  In der Schweiz steht heute der Telekomkonzern Swisscom mit dem Quartalsbericht im Zentrum des Interesses. Ansonsten blieb es an der Nachrichtenfront ziemlich ruhig. Nur noch die Beteiligungsgesellschaft Pargesa veröffentlichte Zahlen. Am Nachmittag könnten US-Konjunkturdaten «aus der zweiten Reihe» allenfalls für Impulse sorgen.


Bis um 9.45 Uhr verliert der SMI 6,23 Punkte oder 0,08% auf 7’537,44 Punkte. Der gekappte, 30 Titel umfassende SLI sinkt um 0,02% auf 1’171,47 Punkte und der breitere SPI um 0,04% auf 6’328,26 Punkte. Swisscom (-1,7% auf 362,75 CHF) sind nach «durchzogenen» Quartalszahlen unter Druck geraten. Der Telekomriese hat nur gerade beim EBIT die Konsensschätzungen übertroffen – alle anderen Kennzahlen blieben dahinter zurück. Allerdings erschwere die Konsolidierung von Fastweb die Vergleichbarkeit der Zahlen, hiess es.


Der Handel wurde aber auch durch diverse Umstufungen und Kurszielanpassungen beeinflusst. So hat beispielsweise bei Petroplus die Abstufung durch Merrill Lynch auf NEUTRAL von zuvor BUY zu einem Kursabschlag um 3,1% auf 59,40 CHF geführt. Die Rückstufung erfolgt einen Tag vor der Publikation des Quartalsberichts. Die Analysten von Merrill Lynch rechnen für den Sommer bei der Gewinnentwicklung von Petroplus mit Gegenwind. UBS wurden von der Deutschen Bank auf HOLD von BUY gesenkt und verlieren 2,4% auf 34,38 CHF. Ausserdem haben nach den am Vortag publizierten Zahlen weitere Institute die Kursziele für die Aktie gesenkt. Auch CS (-0,5% auf 56,55 CHF) geben etwas nach.


Dagegen kommt es bei Adecco (+1,2% auf 62,80 CHF) nach der gestrigen guten Performance zu Anschlusskäufen. Die UBS hat das Kursziel von 58 CHF auf 62 CHF erhöht, während Ing das Kursziel auf 62 CHF von 64 CHF senkte. Zu den grössten Bluechips-Gewinner darf sich Holcim (+2,0% auf 102,00 CHF) zählen. Zwar haben die Citigroup (auf 132 von 154 CHF) und die Bank Vontobel (auf 145 von 150 CHF) die Kursziele gesenkt, die Empfehlung liegen aber noch immer bei Kaufen. Zudem dürften die guten Zahlen des Konkurrenten Lafarge stützen.


Fester tendieren ausserdem auch noch OC Oerlikon (+1,4% auf 375,50 CHF), Bâloise (+1,3% auf 113,60 CHF) oder Richemont (+1,3% auf 65,65 CHF). Julius Bär steigen entgegen dem Trend bei den Banken um 1,3% auf 79,50 CHF. Die Schwergewichte notieren uneinheitlich. Während Nestlé mit 0,2% auf 502,50 CHF noch leicht dazugewinnen, notieren Novartis unverändert auf 53,55 CHF und Roche geben gar 0,5% auf 168,30 CHF nach.


Im breiten Markt steigen die Titel von Pargesa um 0,7%. Die Beteiligungsgesellschaft konnte im ersten Quartal dank eines Veräusserungsgewinns das Ergebnis deutlich steigern. Rieter sinken nach der Gewinnwarnung vom Montagabend um weitere 2,9%, nachdem CEO Hartmut Reuter in der Presse Spekulationen, dass sein nach der Gewinnwarnung unter Druck geratener Konzern zum Schnäppchenpreis feindlich übernommen und zerschlagen werden könnte, zunichte machte. (awp/mc/ps)

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